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LKZ-Lesereisen
Der Puls Südostasiens: Vietnam und Kambodscha

Die mystischen Tempelanlagen inmitten von grüner Wildnis Kambodschas faszinieren Menschen aus aller Welt, wie hier das Siegestor in Angkor Thom.
Die mystischen Tempelanlagen inmitten von grüner Wildnis Kambodschas faszinieren Menschen aus aller Welt, wie hier das Siegestor in Angkor Thom. Foto: pixabay
Vietnam und Kambodscha gehören zu den faszinierendsten Reisezielen Südostasiens.

Sie verbinden auf engem Raum außergewöhnliche Natur, große Geschichten und lebendige Traditionen. Reisende erleben hier eindrucksvolle Landschaften, jahrhundertealte Kulturen und eine Alltagswelt, die stark von Spiritualität und Gemeinschaft geprägt ist. Ein altes, asiatisches Sprichwort lautet: „Es ist besser, etwas einmal zu sehen, als tausendmal davon zu hören.“ Der Kern der Aussage: Hinreisen und sich mit eigenen Augen davon überzeugen. Wer zum Beispiel glaubt, Vietnam und Kambodscha wären nur etwas für Rucksacktouristen, der sollte noch einmal tief in sich gehen. Denn mit dem richtigen Reiseveranstalter lassen sich Komfort und Ruhe auch in eine Länder-Rundreise einbauen.

Der Begriff Indochina beschreibt die Festlandsgebiete Südostasiens und wurde erstmals 1810 vom dänisch-französischen Geografen Conrad Malte-Brun ins Leben gerufen. Heutzutage spricht man eher vom südostasiatischen Festland, welches Vietnam, Laos, Kambodscha, Thailand und Myanmar umfasst. Die Gründe, warum sich gerade Vietnam und Kambodscha besonders lohnen, liegen auf der Hand: eindrucksvolle Orte lassen sich in relativ geringen Distanzen erkunden, auf kurzen Kreuzfahrten kann man atemberaubende Landschaften erleben oder an geführten Tempelbesuchen teilnehmen. Professionell organisierte Rundreisen bieten ein möglichst intensives Erleben ohne körperliche Überanstrengung.

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350_0900_106831_.jpg Foto: pexels

Nirgendwo sonst gibt es so viel Kultur und historische Denkmäler wie in Vietnam und in Kambodscha. Die bewegte Vergangenheit Südostasiens lässt sich hier verständlich und greifbar fassen. Später dazu mehr.

Die touristische Infrastruktur hat sich in beiden Ländern stark weiterentwickelt und ist auf alle Reisegruppen jedes Alters spezialisiert. Außerdem ist die Kulinarik eine wahre Gaumenfreude: Aromatische Gerichte, raffiniert gewürzt, leicht und gut bekömmlich, zeichnen die südostasiatische Küche aus. Unbedingt probieren sollte man hier den Kaffee, denn Vietnam gehört nach Brasilien zu den weltweit größten Kaffeeproduzenten.

Vietnam

Ein guter Ausgangspunkt für das Erkunden von Vietnam ist die Hauptstadt Hanoi. Faszinierend ist hier die Mischung aus 1000 Jahren Geschichte, französischer Kolonialarchitektur sowie pulsierender Moderne: Künstler, Zinngießer, Juweliere, Kalligrafen, Schreiner und viele andere Handwerker warten darauf, ihre Waren zu verkaufen. Wer möchte, kann die Stadt per Fahrrad-Rikscha besichtigen.

Erkunden sollte man zudem den Hoan-Kiem-See, der übersetzt so viel wie „Schwert-See“ heißt, und im Anschluss den Tempel Ngoc Son, eines der malerischsten und spirituell bedeutendsten Wahrzeichen Hanois. Ebenfalls auf der Liste sollten das Ho-Chi-Minh-Mausoleum sowie das Ethnologische Museum stehen. Letzteres wirft einen interessanten Einblick in die Kultur Vietnams. Die 54 Volksgruppen des Landes werden hier genauer vorgestellt. Am Nachmittag sollte noch ein Abstecher zum Literaturtempel erfolgen, der sich genau an der Stelle befindet, an der die erste Universität des Landes gegründet wurde. Erbaut wurde die Universität 1070 von Kaiser Ly Thanh Tong; diese wurde zu Beginn noch von Prinzen und Mandarinen besucht. Anhand der uralten Höfe, Altäre und Dächer ist Van Mieu ein beeindruckendes Beispiel für die traditionelle vietnamesische Architektur.

Etwa 170 Kilometer weiter entfernt wartet die Halong-Bucht. Sie fasziniert mit tausenden vom Regenwald bedeckten Kalksteininseln, die aus dem smaragdgrünen Wasser ragen. 1969 wurde die Bucht von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt. Wörtlich übersetzt heißt Vinh Ha Long die Bucht des untertauchenden Drachen. Eine Bootsfahrt zeigt die Landschaft im wechselnden Licht und ermöglicht Stopps an Höhlen und schwimmenden Dörfern. Früher als Versteck für Piraten oder Korsaren gedacht, fasziniert die Inselwelt heute die Touristen aus aller Länder. Die Gemeinde Yen Duc, die als Geburtsort des Wasserpuppentheaters gilt, befindet sich zum Beispiel in nächster Nähe. Die Theateraufführungen demonstrieren das Leben der Delta-Bauern.

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350_0900_106832_.jpg Foto: pexels

In Richtung Hôi An passiert man den Wolkenpass Hai Van, der besondere Ausblicke auf die umliegenden Landschaften bereithält. Die Stadt selbst steht dem in nichts nach: Hôi An gilt als Laternenstadt und sorgt mit ihren vielen beleuchteten Laternen abends für einen unvergesslichen Augenblick, wenn man in das Stadtleben eintaucht. Man fühlt sich um Jahrhunderte zurückversetzt, als Dschunken, Sampans und Segelschiffe aller Herren Länder hier vor Anker lagen und exotisch gekleidete Seefahrer die Straßen säumten.

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350_0900_106833_.jpg Foto: pexels

Vietnam beeindruckt nicht nur durch seine Küstenlandschaften, sondern auch durch Reisfelder, Flusssysteme und Gebirgsregionen. Diese landschaftliche Vielfalt ermöglicht es, innerhalb weniger Tage völlig unterschiedliche Naturbilder zu erleben - von nebelverhangenen Bergen im Norden bis zu Monsunwäldern, dichten Urwäldern und Kaffee- sowie Teeplantagen im Süden.

Die Metropole Ho-Chi-Minh-Stadt ist die pulsierende Wirtschaftsmetropole Vietnams, liegt im Norden des Mekong-Deltas und verbindet Kolonialarchitektur, Tempel und moderne Skyline mit einer enorm lebendigen Straßenkultur. Märkte, Cafés und Museen machen die Stadt zu einem idealen Ort, um Vietnams Gegenwart zu erleben.

Der Cu-Chi-Tunnel, das weit verzweigte Tunnelsystem der Stadt, vermittelt eindrücklich, wie der Krieg im Untergrund geführt wurde. Das Tunnelsystem wurde ab den 1940er-Jahren im Widerstand gegen die französische Kolonialmacht angelegt und während des Vietnamkriegs massiv erweitert. Vor Ort sieht man getarnte Eingänge, Wohn- und Versorgungsbereiche und versteht die strategische Bedeutung der Anlage. Der Besuch bietet einen sehr anschaulichen Zugang zur Zeitgeschichte.

In direkter Nähe befindet sich der Ben Tre im Mekong-Delta, das auch als das „Grüne Venedig“ Vietnams bezeichnet wird. Wertvolle Einblicke in die Kokosnuss-Reispapierfabrik von Anh Hai, einem traditionellen Reispapierdorf auf dem My Long Markt, sind einem garantiert. Spazieren kann man durch den Kokosnussgarten zum Haus von Co Sau und eine traditionelle Mattenweberei beobachten.

Kambodscha

Ein direktes Nachbarland und gut zu kombinieren für eine Rundreise ist Kambodscha. Dieses Land mit seinen rund 17 Millionen Einwohnern ist trotz seiner geografischen Nähe zu Vietnam komplett unterschiedlich: Während in Vietnam vor allem die Werte des Konfuzianismus vorherrschen, ist es in Kambodscha überwiegend der Theravada-Buddhismus, der hier besonders den Alltag prägt. Es handelt sich dabei um die älteste noch existierende Form des Buddhismus. Auch die kulturelle Identität ist eng mit dem Erbe des Khmer-Reiches und religiösen Traditionen verbunden. Die Tempelanlage Angkor Wat ist der größte Tempelkomplex der Welt, UNESCO-Weltkulturerbe, und zeigt die gut erhaltene Baukunst der Khmer. Diese waren das historisch prägende Volk des heutigen Kambodscha. So sind der Bayon-Tempel mit seinen steinernen Gesichtern in Angkor Thom zu nennen, ebenso die Elefantenterrasse, welche eine Gesamtlänge von 350 Metern aufweist, und der Tempelberg Baphuon.

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350_0900_106834_.jpg Foto: pexels

Sonnenauf- und -untergänge tauchen die Tempel in ein besonderes Lichtund verleihen jedem Rundgang eine einzigartige Atmosphäre. In der unmittelbaren Umgebung warten die schwimmenden Dörfer am Tonle Sap-See darauf, einen authentischen Einblick in das Leben der Menschen zu geben, die sich vollständig an den Rhythmus des Wassers angepasst haben. Häuser, Schulen und Märkte sind auf Stelzen gebaut oder schwimmen direkt auf dem Wasser des Tonle Sap. Immer mehr Menschen im Alter von 50 + entdecken diese Reiseregionen für sich. Das ist auch kein Wunder, denn: Diese Reiseroute beherbergt alles, was man für einen unvergesslichen Urlaub benötigt.

Also, warum noch zögern? Jetzt umgehend für den nächsten Urlaub beraten lassen. Mehr Infos unter:

www.lkz.de/indochina.html

„Es ist besser, etwas einmal zu sehen, als tausendmal davon zu hören.“

-Asiatisches Sprichwort