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Fußball-Landesliga

Der TV Pflugfelden startet auf Adi Hütters Spuren

Nach durchwachsener Vorbereitung erwartet der TV Pflugfelden morgen zum Start der Fußball-Landesliga die TSG Öhringen. Für Aufsteiger SV Kornwestheim geht die Runde tags darauf mit einem Heimspiel gegen den TV Oeffingen los. Noch einmal verstärkt hat sich der FV Löchgau mit Taylan Nogaybel.

Einsatzfähig: Pflugfeldens Torhüter Marco Hornek.Foto: Baumann
Einsatzfähig: Pflugfeldens Torhüter Marco Hornek. Foto: Baumann

Ludwigsburg. „Der Kader füllt sich langsam wieder“, atmet TV Pflugfeldens Trainer Christian Hofberger vor dem Landesliga-Auftakt gegen die TSG Öhringen auf. Komplett ohne Torhüter stand er zuletzt zeitweise da, was die 3:4-Niederlage bei der Generalprobe gegen A-Ligist SV Pattonville in einem anderen Licht erscheinen lässt. Morgen sind jedoch mit Marco Hornek und Maximilian Hübsch gleich zwei Keeper einsatzfähig. „Höhen und Tiefen“ sah Hofberger in der Vorbereitung, „was die Abstimmung angeht, sind wir sicher noch nicht bei 100 Prozent“, sagt er. Erweitert hat er in den zurückliegenden Wochen das Repertoire an erprobten Spielsystemen, denn er ließ teilweise angelehnt an den Frankfurter Trainer Adi Hütter in einer 3-4-1-2-Formation antreten.

„Zugang Ozan Parlak erweitert unsere Möglichkeiten in der Defensive“, erklärt er und schmunzelt: „Man muss kein Laptoptrainer sein, um angesichts von 56 Gegentoren letzte Saison auf die Idee zu kommen, dass man es bei uns hinten auch besser machen könnte“.

Am Sonntag um 15 Uhr kehrt Aufsteiger SV Kornwestheim nach einjähriger Abstinenz wieder auf die Landesligabühne zurück. Zu Gast hat man dann mit dem TV Oeffingen „eine absolut gefestigte Landesligatruppe“, so SVK-Coach Sascha Becker. Ihm fehlen wie all seinen Kollegen noch einige Urlauber, von denen Torjäger Dominik Janzer am schmerzlichsten vermisst werden wird. Doch Bangemachen gilt nicht: „Diejenigen, die auflaufen, sind körperlich in sehr guter Verfassung und ich bin überzeugt, dass wir ein Gegner sein werden, der den Oeffingern wehtun kann“, ist Becker zuversichtlich. Im Angriff setzt er auf Zugang Martini Lombaya, der beim SVK der Gewinner der Vorbereitung ist.

Zeitgleich bekommt es Germania Bietigheim mit dem TSV Schornbach zu tun. „Ich rechne mit einem ähnlichen Gegner, wie es die Öhringer letzte Woche im Pokal waren“, sagt Germania-Trainer Matthias Schmid.

Konkret heiße dies: „Taktisch clever und sehr geordnet. Sie werden eher tief stehen und auf Konter setzen“, führt Schmid aus und schlussfolgert: „Gegen so eine Mannschaft braucht es Geduld und Lösungen in der Offensive“. Hilfe bei der Suche nach diesen erwartet sich der Coach vom jungen Zugang Edison Quenai, der als robuster Stoßstürmer gute Startelfchancen hat.

Am Sonntag um 15.30 Uhr greift dann auch Verbandsligaabsteiger FV Löchgau bei Neuling SV Kaisersbach ins Geschehen ein. Unter der Woche hat sich der FVL aufgrund der Verletzungen von Janis Lamatsch und Alexander Jordan noch einmal verstärkt und Taylan Nogaybel als Zugang vorgestellt. Der 29-jährige Defensivspezialist kommt ablösefrei vom VfB Eppingen und war bis zum letzten Sommer der langjährige Abwehrchef des SV Schluchtern. „Er kam auf uns zu, denn er suchte einen Verein und da hat das perfekt gepasst“, erzählt FVL-Trainer Thomas Herbst. Nogaybel sei körperlich in gutem Zustand, brauche aber wegen der Abläufe noch die ein oder andere Trainingseinheit. In Kaisersbach, wo der FVL bis auf Urlauber Marijo Andric und die Langzeitausfälle alle Mann an Bord hat, könnte Nogaybel aber schon auf der Bank sitzen.

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