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Die Großbaustelle Marstall nimmt langsam Gestalt an

Fassade wird mit Glas und Naturstein verkleidet – Rohbau im Inneren ist beendet – Abschluss der Estricharbeiten – Malldecke entsteht

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Neue Durchbrüche und Rolltreppen statt Aufzüge. Die Arbeiten im Inneren des Marstall gehen zügig voran. Foto: ECE Projektmanagement
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Ludwigsburg. Seit gut einem Jahr laufen die Bauarbeiten in und rund um den Marstall auf Hochtouren, bei denen unter der Leitung der Firma Ed. Züblin AG das in den 1970er Jahren erbaute Shopping-Center innen und außen umgebaut, modernisiert und komplett neu gestaltet wird.

Parallel dazu wertet die Stadt das Umfeld des Marstall auf. So wurden und werden in der Kronenstraße und dem unteren Teil der Kirchstraße, der von der Lindenstraße in den Marstall führt, Straßen neu asphaltiert, Gehwege, Freiflächen und die Verkehrsführung neu gestaltet. Ebenfalls auf Hochtouren laufen derzeit die Arbeiten zur Neugestaltung des Reithausplatzes.

Doch trotz Staub, Bagger, Lastwagen, mannstiefen Löchern im Boden und offen liegenden Leitungen und Rohren lässt sich bereits erahnen, wohin die Entwicklung des Marstall gehen wird, etwa mit der dominanten Freitreppe, welche in den oberen Teil des Shopping-Centers führt, in dem auch der Food-Court angesiedelt sein wird.

Ebenfalls zu erkennen ist die zukünftige Einheit der Fassade aus Glasfronten und den bereits aufgestellten, vorgelagerten Arkaden, die derzeit verkleidet werden. Bereits mit dem hellen Naturstein Trosselfels ist die Südfassade des Marstall verkleidet. Der Naturstein tritt an die Stelle der vorherigen Beton-Optik. An der Südfassade werden aktuell die ersten Glaselemente eingesetzt.

Das Giebelfragment mit dem Wappen vom Osteingang des ehemaligen Marstallreithauses mit der Jahreszahl 1732 vom ehemaligen Tor an der Bietigheimer Straße wurde ebenfalls in die Fassade integriert und unterstreicht damit nochmals die Historie des Marstall. Parallel zu den Außenarbeiten nimmt auch das zunächst komplett entkernte Innere des Gebäudes langsam Gestalt an. Sämtliche Installationen wurden erneuert – von den Stromleitungen über die Fördertechniken bis hin zu den Lüftungsanlagen.

Bis auf einige kleinere Arbeiten ist der Rohbau inzwischen abgeschlossen, so dass nun nach und nach die Wände zur Trennung der künftigen Shops eingezogen werden können. An den Decken schlängeln sich bereits kilometerlange Leitungsstränge und Kanäle für die künftige Technik wie Beleuchtung, Sprinklerrohre oder Lüftungskanäle.

Eine besondere Herausforderung war etwa der Transport der riesigen Rolltreppen ins Innere des neuen Marstall. „Das musste passieren, bevor die Fassaden geschlossen sind, denn über das Dach einschweben lassen konnten wir sie ja nicht“, erklärt Centermanagerin Anne Marschner.

Kurz vor dem Abschluss stehen die Estricharbeiten und in dieser Woche wurde auch mit dem Schließen der Malldecke begonnen. „Bisher klappt alles und wir sind voll im Zeitplan“, freut sich Marschner. (bk)