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Dritter Bürgerbus steht in den Startlöchern

Markgröningen schafft mit 40 Sponsoren erneut ein Fahrzeug an, das Vereinen und Senioren helfen soll

Bürgerbus Nummer drei: Schultes Rudolf Kürner (weiße Hose) und Mitstreiter bei der Übergabe des Fahrzeugs auf dem Markgröninger Marktplatz. Foto: privat
Bürgerbus Nummer drei: Schultes Rudolf Kürner (weiße Hose) und Mitstreiter bei der Übergabe des Fahrzeugs auf dem Markgröninger Marktplatz. Foto: privat

Markgröningen. Der neue Markgröninger Bürgerbus kommt auf neun Sitze, fünf ehrenamtliche Fahrer – und soll seine Touren ab dem 1. Juli aufnehmen. Ein Kennzeichen hat der Ford Transit Custom Kombi auch schon: LB-BB 166. Bei der Übergabe sagte der Bürgermeister Rudolf Kürner: „Das Fahrzeug ist für unsere Vereine, Organisationen und älteren Mitbürger unverzichtbar.“

Zweimal wöchentlich soll der neue Bürgerbus Senioren zum gemeinsamen Mittagstisch in die Begegnungsstätte bringen und hinterher wieder nach Hause. „Ohne den Bus wäre das Angebot nicht möglich“, sagt Kürner. Darüber hinaus können Senioren das Fahrzeug im Rathaus anfordern. Es bringt sie dann zu Arztbesuchen oder zum Einkaufen in die Stadt.

Beispiel hat Schule gemacht

„Wir wollen wie bisher ein zweigleisiges Konzept fahren“, sagt zudem der Fachbereichsleiter Frank Blessing. Das Fahrzeug ist nämlich nicht nur für Senioren reserviert, sondern auch für Organisationen sowie Vereine und ihre Jugendarbeit. „Sie nutzen es rege“, sagt Blessing.

Fahrdienste bietet die Stadt seit mehr als zehn Jahren an. Bei der Anschaffung des ersten Bürgerbusses gab es noch die Idee, eine Linie innerhalb Markgröningens für Senioren einzurichten. „Dies ließ sich aber leider nicht umsetzen“, sagt Kürner. Auch weil der Bedarf nicht so recht da war. „Danach entwickelte sich das Fahrzeug zum allgemeinen Bürgerbus.“ Vor fünf Jahren stellte die Stadt dann mit Sponsoren den zweiten Bürgerbus in Dienst.

Dieses Mal sind rund 40 Förderer mit an Bord, die auf Anzeigen zu sehen sind. Den Sponsoren ließ Kürner bereits Urkunden zukommen. „Ohne ihr Engagement wäre die Beschaffung eines neuen Fahrzeugs nicht möglich gewesen“, so der Bürgermeister bei der Übergabe, die wegen Corona erst jetzt stattfinden konnte. Den Ford hatte die Stadt schon vor Wochen erhalten.

Das Markgröninger Modell hat im Strohgäu einige Nachahmer gefunden. Die Stadt Korntal-Münchingen etwa lässt ein ähnliches System verkehren. In Schwieberdingen ist seit einigen Jahren ein Seniorenmobil unterwegs, das Interessierte bestellen können. In Möglingen entschied sich die Kommunalpolitik nach einigen Diskussionen und Kompromissen, ihren Bürgerbus elektrisch auf die Straßen zu bringen.

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