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Eine kleine Perle der Kinderbetreuung

Birgit Sauer und Claudia Peuckert betreiben das Kindernest Topolino in Oßweil – Offizielle Einweihung

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Mathilda ist eines von den neun Kindern, die im Topolino betreut werden.
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Hier halten die Kinder ihren Mittagsschlaf ab. Fotos: Oliver Bürkle

Ludwigsburg. Sie heißen Emilia, Konrad, Jona, Greta, Paul, Emma und Mathilda und gehören zu den neun Kindern, die im Kindernest Topolino liebevoll von Birgit Sauer und Claudia Peuckert betreut werden.

Am Samstag hat die offizielle Einweihung stattgefunden. Neben Familie und Freunden der beiden Betreiberinnen hatten sich auch offizielle Gäste in der Erdgeschosswohnung in Oßweil an der Poppenweiler Straße 14 eingefunden. Der Erste Bürgermeister Konrad Seigfried freute sich ebenso über die Einweihung von Kindernest Nummer acht wie Renate Schmetz, Leiterin des Fachbereichs Bildung und Familie bei der Stadt Ludwigsburg, und Carola Miethe, die für den Bereich Kinderbetreuung zuständig ist.

Seit April gibt es Topolino bereits. „Mit der Einrichtung des Kindernestes haben wir uns einen großen Traum erfüllt“, erzählte Birgit Sauer, eine ausgebildete Tagesmutter. Bei einer Hospitation habe sie diese Form der Betreuung kennengelernt und sei davon begeistert gewesen. Auch wenn der Name Topolino (italienisch für Mäuschen) schon frühzeitig feststand, habe sich die Wohnungssuche nicht einfach gestaltet, erinnerte sie sich. Eine Anzeige in der Ludwigsburger Kreiszeitung brachte schließlich den erhofften Erfolg. „Die Wohnung hat uns auf Anhieb gefallen“, erzählte die ausgebildete Erzieherin Claudia Peuckert den Gästen der Einweihungsfeier. Sie bedankte sich bei den zahlreichen Menschen, die Birgit Sauer und ihr bei der Realisierung ihres Traums geholfen haben. Dazu gehörten so ganz nüchterne Dinge wie der Antrag einer Nutzungsänderung, die Renovierung und das Einrichten der Vier-Zimmer-Wohnung.

„Ich freue mich über jedes Kindernest, das eröffnet wird“, sagte Konrad Seigfried. Für ihn handelt es sich dabei um „kleine Perlen“ der Betreuungslandschaft. Er erinnerte an das erste Kindernest, das im Jahr 2011 an den Start gegangen ist. Mittlerweile werden in ganz Ludwigsburg rund 100 Kinder im Alter unter drei Jahren in solchen kleinen Einrichtungen, oft handelt es sich um ganz normale Wohnungen, betreut. Und oft seien es Tagesmütter, die sich dafür zusammenschließen. Und außerdem: „Jedes Kindernest ist anders“, so der Erste Bürgermeister.

Für ihn handelt es sich um eine gute Betreuungsform, die finanzierbar für die Eltern und auskömmlich für die Betreiberinnen sei. Bisher habe er nur positive Rückmeldungen, sagte er. Und weil die Kindernester so eine tolle Sache sind, wird bereits an der Einrichtung von Kindernest Nummer neun und zehn gearbeitet, verriet er. Damit die vielen anderen Kleinkinder in Ludwigsburg auch liebevoll betreut werden.