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Frau aus den Flammen gerettet

Die beengten Platzverhältnisse erschwerten die Arbeit der Feuerwehr. Foto: Alfred Drossel
Die beengten Platzverhältnisse erschwerten die Arbeit der Feuerwehr. Foto: Alfred Drossel
Kleines Häuschen am Neckar brennt total aus – 35 Feuerwehrleute in nächtlichem Einsatz – Erneuter Brand am Sonntag

Benningen. Bei einem Gebäudebrand in der Beihinger Straße in Benningen ist in der Nacht zum Sonntag ein Schaden von rund 250000 Euro entstanden. Eine 56-jährige Bewohnerin des Hauses konnte von den Einsatzkräften schwer verletzt aus dem brennenden Haus gerettet werden.

Bei dem kleinen Häuschen handelt es sich um ein gemeindeeigenes Gebäude, das als Sozialunterkunft dient. Das Haus steht in der zweiten Reihe am Neckardamm, die Platzverhältnisse sind beengt.

Ein Anwohner hatte gegen 0.15 Uhr Rauch aus dem Haus aufsteigen sehen und über Notruf die Polizei alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Streifenwagenbesatzung stand das Erdgeschoss des Hauses bereits in Flammen.

Die Benninger Wehr, deren Gerätehaus nur 400 Meter vom Brandort entfernt steht, rückte in voller Stärke unter Leitung des neuen Kommandanten Michael Knoll aus. Es stellte sich jedoch bald heraus, dass Unterstützung nötig ist. Aus Marbach und Ludwigsburg kamen die Drehleitern.

Insgesamt waren 35 Einsatzkräfte der Wehren aus Benningen. Marbach und Ludwigsburg mit acht Fahrzeugen vor Ort. Das Feuer wurde von der Beihinger Straße und von der rückwärtigen Neckarseite aus bekämpft. Löschwasser stand in ausreichender Menge zur Verfügung.

In der ersten Phase der Löscharbeiten entdeckten die Einsatzkräfte eine 56-jährige Bewohnerin im brennenden Haus und holten sie aus dem Gebäude. Die Frau wurde schwer verletzt dem Rettungsdienst übergeben, der sie ins Krankenhaus brachte. Die Flammen breiteten sich rasend schnell aus. Bald stand das ganze Gebäude in Flammen. Die Bewohner der unmittelbar angrenzenden Häuser mussten während der Löscharbeiten sicherheitshalber ihre Wohnungen verlassen. Probleme bereitete zeitweise ein Kunststoff-Heizöltank. Die Wehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude verhindern. Gegen zwei Uhr meldete die Feuerwehr: „Feuer aus.“

Während des Brandes bestand die Gefahr, dass die Stromleitung von den Dachständern auf die Straße stürzt. Techniker des Stromversorgers Syna sicherten die Leitungen und stellten den Strom ab. Bürgermeister Klaus Warthon war vor Ort. Er zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf der Löscharbeiten. Bei dem Gebäude handle es sich um ein Abbruchobjekt, das jetzt aber noch gute Dienste geleistet habe. Durch den Brand ist das Haus jedoch unbewohnbar geworden.

Der DRK-Ortsverein hatte in der nahen Kelter eine Verpflegungsstation für die Einsatzkräfte eingerichtet. Die Ortsdurchfahrt war während der Löscharbeiten gesperrt.

Die Brandursache ist noch unklar. Bereits in der Nacht hatten Polizeibeamte ihre Ermittlungen aufgenommen und Nachbarn befragt. Die Polizei sucht weiter Zeugen, die Hinweise geben können oder verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Sie werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg unter der Telefonnummer (07152) 605778 zu melden. Am Sonntag mussten die Feuerwehren mittags erneut zum Einsatz am Brandobjekt ausrücken. Es kam zu einem erneuten Brand im Dachstock.