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Führungswechsel bei Strenger

Firmengründer Karl Strenger übergibt den Vorsitz der Geschäftsleitung an Schwiegersohn Daniel Hannemann

Übergang zur nächsten Generation (von links): Daniel Hannemann, der neue Vorsitzende der Geschäftsleitung der Strenger-Gruppe, seine Ehefrau und Strenger-Tochter Lis Hannemann-Strenger (Mitglied der Geschäftsführung) und das Ehepaar Ingrid und Karl S
Übergang zur nächsten Generation (von links): Daniel Hannemann, der neue Vorsitzende der Geschäftsleitung der Strenger-Gruppe, seine Ehefrau und Strenger-Tochter Lis Hannemann-Strenger (Mitglied der Geschäftsführung) und das Ehepaar Ingrid und Karl Strenger. Foto: Strenger/p

Ludwigsburg. Bei dem Ludwigsburger Wohnbau- und Immobilienunternehmen Strenger hört eine Ära auf und eine neue beginnt: Firmengründer Karl Strenger übergibt den Vorsitz der Geschäftsleitung an seinen Schwiegersohn Daniel Hannemann. Weitere Mitglieder der Geschäftsleitung sind Lis Hannemann-Strenger, die auch Geschäftsführerin der Strenger-Tochtergesellschaft Bauen und Wohnen ist, sowie Julien Ahrens, der auch die Geschäfte von Strenger-Wohnstolz führt. „Ich bin sicher, dass wir mit dem neuen Geschäftsleitungsteam für die Zukunft sehr gut aufgestellt sind“, betont Karl Strenger.

Beirat neu gegründet

Der Generationswechsel bei Strenger hat sich zum 1. September vollzogen. Er wolle nicht mehr in die Entscheidungen des Tagesgeschäfts eingreifen, erklärt Seniorchef Strenger in einem Schreiben an seine Mitarbeiter. Aber so ganz zieht sich der 63-Jährige nicht zurück. Als Vorstandsvorsitzender eines neu gegründeten Beirats wird er der Strenger-Gruppe von November an beratend zur Seite stehen.

Karl Strenger hat sein Unternehmen im Jahr 1982 in Pleidelsheim gegründet. Als Einmannbetrieb ging es an den Start. Heute hat die Strenger-Gruppe ihre Firmenzentrale in Ludwigsburg und beschäftigt rund 90 Mitarbeiter, davon zehn Auszubildende und duale Studenten. Neben Standorten in Stuttgart, München und Frankfurt hat das Unternehmen seit Juli dieses Jahres auch eine Niederlassung in Hamburg.

In der Branche gilt das Unternehmen als eines der innovativsten in Süddeutschland. Mit den sogenannten Arkadien-Projekten zum Beispiel ist es Vorreiter in der Entwicklung von ganzheitlichen Siedlungsprojekten. Diese wurden bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Stolz ist Karl Strenger darauf, dass sein Unternehmen bisher – wie er es gern formuliert – mehr als „9000 Wohnträume“ verwirklicht hat.

Auch das soziale Engagement der Familie Strenger findet landesweit Beachtung. Karl Strenger und seine Ehefrau Ingrid kümmern sich mit ihrer Stiftung seit vielen Jahren um Wohnungslose. Dafür wurden sie vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium, der Diakonie und der Caritas erst im Juli mit dem Mittelstandspreis für soziale Verantwortung geehrt.

„13 Jahre lang habe ich Firmen beraten, um sie fit für die Zukunft zu machen, nun wechsle ich auf die andere Seite“, sagt Daniel Hannemann, der neue Chef der Strenger-Gruppe, der auch Geschäftsführer des Tochterunternehmens Baustolz ist. Er wolle die Strenger-Gruppe als Familienunternehmen zusammen mit seiner Frau Lis in die nächste Generation führen. „Wir leben in einer Zeit, in der Veränderungen zunehmend schneller geschehen und Firmen sich an diese Veränderungen flexibel anpassen müssen. Mit der Strenger-Gruppe sowie unseren Partnern sind wir bestens gerüstet, um unsere Firmenvision 2030 weiterhin erfolgreich umzusetzen“, ergänzt er. Hannemann – Jahrgang 1980 – ist in Hannover geboren und in Konstanz aufgewachsen. Der Diplom-Wirtschaftsingenieur hat in den USA den Titel Master of Science in Engineering Management erlangt und an der RWTH Aachen University in den Bereichen Innovation und Entrepreneurship promoviert. Zuletzt war er Seniorpartner bei McKinsey&Company und bringt über zehn Jahre Erfahrung aus der Beratung von Industrie- und Technologieunternehmen mit.

Trotz Corona optimistisch

Wegen der Coronakrise ist es dem Strenger-Management nicht bange. „Der Wechsel in der Geschäftsleitung erfolgt aus einer Position der Stärke heraus“, teilt das Unternehmen mit und verweist auf ein Eigenkapital in Höhe von 45 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr hatte die Strenger- Gruppe einen Umsatz von 141 Millionen Euro erzielt und 331 Wohneinheiten verkauft. Karl Strenger ist optimistisch, dass die Strenger-Gruppe in diesem Jahr einen Umsatz von rund 125 Millionen Euro erzielt. „Die Nachfrage ist ungebrochen hoch, doch die Projektzeiten verzögern sich durch lange Genehmigungsprozesse und die neue Situation auf den Baustellen“, sagt Strenger zu dem Rückgang. Für das Jahr 2021 erwartet er einen Umsatz deutlich über dem Niveau von 2019.

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