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Gartenschau-Manager: Kür in drei Wochen

Eine für die gemeinsame Gartenschau von Marbach und Benningen zentrale Entscheidung wird in Kürze fallen: Am 2. Februar soll über die Besetzung der Managerstelle entschieden werden.

2033 werden Marbach und Benningen eine gemeinsame Gartenschau ausrichten. Für dieses Projekt wird im Frühjahr ein Manager oder eine Managerin eingestellt. Archivfoto: Holm Wolschendorf
2033 werden Marbach und Benningen eine gemeinsame Gartenschau ausrichten. Für dieses Projekt wird im Frühjahr ein Manager oder eine Managerin eingestellt. Foto: Holm Wolschendorf

Marbach. Am 3. Januar endete die Bewerbungsfrist. Wie Marbachs Bürgermeister Jan Trost auf Anfrage unserer Zeitung sagt, sind 15 Bewerbungen für die Stelle des Gartenschau-Managers eingegangen. Eine Zahl, die nicht riesig, mit der Trost aber durchaus zufrieden ist. Angesichts der Schwierigkeiten der öffentlichen Hand bei der Besetzung vakanter Posten sei das „eigentlich ein guter Wert“. Allerdings ist diese Schnittstelle für die Vorbereitung der Gartenschau 2033 auch nicht ohne weiteres mit anderen Jobs zu vergleichen. Die in der Ausschreibung formulierten Anforderungen haben es in sich: Der oder die Stelleninhaberin soll Ansprechpartner für sämtliche am Prozess der Gartenschauentwicklung Beteiligte sein – für die Verwaltungen ebenso wie für die Bürger, für Vereine und Verbände. Eine hohe Kommunikations- und Sozialkompetenz wird vorausgesetzt, weil auch die mediale Außendarstellung zum Aufgabenspektrum gehört. Die Schlagworte Organisations- und Verhandlungsgeschick, Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung sowie „ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft“ fanden sich zudem in der Ausschreibung der bis 2034 befristeten Stelle wieder. Im Gegensatz zu vielen anderen Stellen im öffentlichen Dienst sind die veranschlagten Personalkosten von knapp 100000 Euro jährlich brutto eher üppig.

15 Männer und Frauen wollen sich also dieser Herausforderung stellen, etwa die Hälfte der Bewerber wird schon in der kommenden Woche Gelegenheit haben, sich in einer internen Runde persönlich vorzustellen. Dem Gremium werden neben den beiden Bürgermeistern die Hauptamtsleiter der zwei Kommunen angehören, auf Marbacher Seite zudem der Bauamtsleiter und Vertreter des Personalrats.

Wer hier besteht, wird sich in der abschließenden Runde am 2. Februar den Mitgliedern jener Arbeitsgemeinschaft stellen, die die beiden Kommunen gebildet haben, um Prozesse möglichst schlank zu gestalten und nicht mit jeder Entscheidung in beide Gemeinderäte gehen zu müssen. Diese AG, in der neben den Bürgermeistern je ein Vertreter aller Fraktionen und Gruppen in den beiden Gemeinderäten Sitz und Stimme hat, soll die endgültige Wahl treffen. Laut Jan Trost müssen die Gemeinderäte die Wahl nicht einmal bestätigen, der künftige Manager oder die Managerin wird sich in den Gremien lediglich vorstellen.

Auch wenn die Bewerbungen im jetzigen Stadium naturgemäß vertraulich behandelt werden, lässt der Marbacher Bürgermeister immerhin so viel heraus: Das Feld der Kandidaten sei bunt gemischt, die Bewerber hätten ganz unterschiedliche berufliche Hintergründe, „vom Verwaltungsmitarbeiter bis zum Architekten“, so Trost. Und: Die überwiegende Zahl käme aus dem unmittelbaren Umfeld, „Bewerbungen aus Hamburg oder München gibt es nicht“. Und: Interne Bewerbungen aus dem Marbacher Rathaus seien ebenfalls nicht eingegangen.

Der oder die Neue soll im Frühjahr seine Arbeit aufnehmen. Auch wenn 2033 noch weit weg ist, „die Zeit drängt“, erklärt Jan Trost, deshalb solle auch das anstehende Wahlverfahren straff durchgezogen werden.

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