Kreis Ludwigsburg. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die Jahresbepflanzung zu planen und die Grabfläche vorzubereiten. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich die Grabpflege auch nachhaltiger gestalten.
Falls sich die Erde auf dem Grab gesetzt hat, sollte frisches Erdsubstrat aufgefüllt werden. Empfehlenswert sind torffreie Substrate, weil der Abbau von Torf wertvolle Moorlandschaften zerstört. Wird nur wenig Material benötigt, kann stattdessen zertifizierter Grünkompost untergemischt werden. Das verbessert die Bodenstruktur und versorgt die Pflanzen mit Nährstoffen.
Ein wichtiger Aspekt nachhaltiger Grabpflege ist der sparsame Umgang mit Wasser. Besonders im Sommer kann das regelmäßige Gießen viel Zeit und Ressourcen kosten. Abhilfe schaffen Tonminerale, die Wasser im Boden speichern und nach und nach an die Pflanzen abgeben.
Die Auswahl der Pflanzen ist eine Frage des Standorts: Liegt das Grab in der Sonne oder im Halbschatten? Friedhofsgärtner empfehlen, höchstens ein Drittel der Grabfläche mit Sommerblumen zu bepflanzen. Diese wirken zwar besonders üppig, benötigen jedoch mehr Pflege und Wasser. Etwa zwei Drittel der Fläche sollten mit mehrjährigen Stauden gestaltet werden, die außerdem robuster und pflegeleichter sind. Wer zusätzlich Blumenzwiebeln einsetzt, kann eine Blütenfolge vom frühen Frühjahr bis in den späten Herbst erreichen. Eine naturnahe und vielfältige Bepflanzung kann außerdem Insekten zugutekommen. Besonders ungefüllte Blüten und heimische Stauden bieten Nahrung für Bienen und andere Bestäuber. Dies ist ein kleiner, aber wichtiger Beitrag zur Artenvielfalt. (red)
Info:
Die Tipps wurden zur Verfügung gestellt von der ehrenamtlichen Initiative „Ewig anders Ditzingen“. Weitere Informationen: www.ewig-anders-ditzingen.de
