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Sicherheit
Häufige Fehler, die Einbrechern das Leben leicht machen

Alte Fenster und ungesicherte Hintereingänge können von Einbrechern leicht geöffnet werden.
Alte Fenster und ungesicherte Hintereingänge können von Einbrechern leicht geöffnet werden. Foto: freepik
Einbrecher handeln selten spontan und suchen bei Objekten Schwachstellen. Durch Sicherheitsmaßnahmen lassen sich diese jedoch verhindern.

Laut der aktuellsten Erhebung (2024) werden durchschnittlich 215 Wohnungseinbrüchen täglich in Deutschland verübt. Im Vergleich zu den Höchstwerten vor zehn Jahren sind die Zahlen deutlich niedriger, was naheliegt dass ein gestiegenses Sicherheitsbewusststein und verbesserte Sicherheitsmaßnahmen einen Effekt haben.Dennoch nutzen Einbrecher weiterhin gezielt Schwachstellen aus, die oft durch Unachtsamkeit und Nachlässigkeit entstehen.

Sicherung der Eingänge und Fenster

Ein besonders häufiger Fehler ist der unzureichende Schutz von Fenstern und Terrassentüren. Vor allem ältere Modelle ohne einbruchhemmende Beschläge lassen sich mit einfachem Werkzeug in kurzer Zeit aufhebeln. Ähnlich problematisch sind veraltete Türschlösser, die kaum Widerstand bieten und professionellen Tätern ein schnelles Eindringen ermöglichen. Ebenfalls spielt die Gestaltung des Außenbereichs eine große Rolle. Dunkle Hauseingänge, schlecht beleuchtete Gärten oder abgelegene Zugänge bieten ideale Bedingungen, um unbemerkt zu bleiben. Häufig unterschätzt wird zudem die Bedeutung von Neben- und Hintereingängen. Kellerfenster, Garagentore oder rückwärtige Türen sind oft schlechter gesichert als der Haupteingang und stellen daher bevorzugte Angriffspunkte dar. Klassischer Leichtsinn ist auch das Hinterlegen von Ersatzschlüsseln an vermeintlich „geheimen“ Orten. Diese Verstecke sind Einbrechern längst bekannt und bieten kaum Schutz.

Abschreckung und aufmerksam bleiben

Überfüllte Briefkästen, dauerhaft heruntergelassene Rollläden oder fehlende Lichtquellen verraten die Abwesenheit der Bewohner und signalisieren potenziellen Tätern, dass kein Risiko besteht, entdeckt zu werden. Hier können Zeitschaltuhren und Smart Home Anwendungen Abhilfe liefern. Gleichzeitig liefern soziale Netzwerke Einbrechern immer wieder wertvolle Hinweise. Wer Urlaubsbilder oder Abwesenheiten öffentlich teilt, macht es Tätern leicht, den richtigen Zeitpunkt abzupassen.

Technische Sicherungen fehlen in vielen Haushalten weiterhin vollständig. Dabei wirken bereits sichtbare Alarmanlagen, Kameras oder auch einfache Attrappen abschreckend.

Ein weiterer Faktor ist die fehlende Aufmerksamkeit im Wohnumfeld. In anonymen Nachbarschaften ohne soziale Kontrolle fühlen sich Einbrecher deutlich sicherer. Der wohl größte Fehler bleibt jedoch die Unterschätzung des eigenen Risikos. Die Annahme, selbst kein Ziel zu sein, führt häufig dazu, grundlegende Schutzmaßnahmen zu vernachlässigen.

Einbruchschutz beginnt mit Aufmerksamkeit und realistischen Einschätzungen. Viele Sicherheitslücken entstehen nicht durch fehlende Technik, sondern durch Gewohnheiten im Alltag. Durch eine Kombination aus technischen Sicherheitsmaßnahmen, erhöhter Wachsamkeit und nachbarschaftlicher Zusammenarbeit können Einbrüche verhindert werden.