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Hofrath soll Freibergs Abwehr sattelfest machen

28-jähriger Neuzugang von Waldhof Mannheim steht heute (19 Uhr) in Villingen vor Debüt für den SGV – auch Bissingen im Einsatz

Das Trikot passt: Marcel Hofrath spielt für den SGV Freiberg. Foto: Baumann
Das Trikot passt: Marcel Hofrath spielt für den SGV Freiberg. Foto: Baumann

Freiberg. Freiberg/Bietigheim-Bissingen. In der Fußball-Oberliga muss der FSV 08 Bissingen heute (19 Uhr) beim 1. FC Bruchsal ran. Der SGV Freiberg ist ebenfalls am Mittwochabend in Villingen im Einsatz. Neuzugang Marcel Hofrath könnte beim FC 08 erstmals zum Einsatz kommen.

„Da lässt sich der Trainer nicht in die Karten schauen“, verrät Marcel Hofrath. Gestern vor dem Training hatte der 28-jährige Verteidiger noch keinen Hinweis von SGV-Coach Evangelos Sbonias bekommen, ob er heute im Schwarzwald beim Tabellendritten ran darf. Drei Übungseinheiten hat der nachverpflichtete Defensivspezialist erst auf dem Wasen absolviert, doch die beiden Gegentore am Samstag beim schwierigen in Unterzahl erkämpften 4:2-Heimsieg gegen den FV Ravensburg deuten erneut darauf hin, dass die Freiberger hinten nicht endgültig sattelfest sind. Der nominelle Offensivspieler Michael Klauß agierte zuletzt interimsweise auf der Linksverteidigerposition, der eigentlichen Stammposition Hofraths. „Für Waldhof Mannheim habe ich zuletzt bei 19 Startelfeinsätzen 15 Spiele als Innenverteidiger gespielt“, betont der 1,78 Meter große Düsseldorfer.

Die Freiberger überlegten vergangene Woche nicht lange, nachdem ihr Linksverteidiger Alexander Nandzik zum Regionalligisten BSV Schwarz-Weiß Rehden abwanderte und Hofrath zu haben war. In seinem Mannheimer Vertrag war fixiert, dass sich nach 20 Startelfeinsätzen der Kontrakt verlängert – doch nach 19 Einsätzen in der Startformation verletzte Hofrath sich. Nach drei Jahren im Waldhof-Trikot und dem Aufstieg in die 3. Liga stand er ohne Verein da.

Noch pendelt er von Mannheim nach Freiberg, doch damit ist bald Schluss: Ende des Monats zieht er mit seiner in Mannheim beschäftigten Freundin nach Heilbronn. In Freiberg beeindruckte den einstigen Zweit- und Drittligaspieler vom Chemnitzer FC und dem SSV Jahn Regensburg das Umfeld sofort: „Ich bin positiv überrascht, das fühlt sich eher nach Regionalliga als nach Oberliga an.“

Hoffnungsträger Landwehr

Bissingens Cheftrainer Markus Lang hat seit dem 3:1-Heimerfolg gegen das Kellerkind TSV Ilshofen personell wieder eine weitere Alternative in der Offensive: Der von den Stuttgarter Kickers gekommene Benedikt Landwehr glänzte bei seinem Debüt, er erzielte ein Tor selbst und bereitete einen Treffer vor – und schoss die Bissinger damit nach dem vierten Saisonsieg auf den zweiten Tabellenplatz. „Wir sind nicht in der Lage, Spielzüge effektiv abzuschließen“, klagte Lang zuletzt. In Bruchsal könnte Landwehr vielleicht erneut vorne Abhilfe schaffen.

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