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Homepage der Stadt: Moderner, übersichtlicher und barrierefrei

Die Stadt Ludwigsburg hat ihre Internetpräsenz von Grund auf überarbeitet. Vor allem die Übersicht und die Darstellung auf mobilen Geräten wurde verbessert. Die Verwaltung erhofft sich durch den Schritt auch beim Thema digitale Bürgerdienste weiterzukommen.

Übersichtlich: So sieht der Internetauftritt der Stadt auf der Aufrufseite aus. Screenshot: LKZ
Übersichtlich: So sieht der Internetauftritt der Stadt auf der Aufrufseite aus. Screenshot: LKZ

Ludwigsburg. 70000 bis 80000 Besucher hat der Onlineauftritt der Stadt Ludwigsburg nach Angaben der Verwaltung jeden Monat. Die Homepage ist damit längst der wichtigste Kanal für den Kontakt zwischen Bürgern und Besuchern auf der einen sowie der Stadt auf der anderen Seite. In einem zweieinhalbjährigen Projekt hat die Verwaltung die Homepage nun umgestaltet und den modernen Anforderungen angepasst. Seit einigen Tagen ist der neue Auftritt online.

Verwaltung verfolgt mehrere Ziele

Die Umgestaltung hat mehrere Ziele: Die neue Seite soll übersichtlicher sein und auf Smartphones und Tablets besser funktionieren, so Peter Spear, der Leiter der Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit bei einem Pressegespräch, auf dem die neue Seite präsentiert wurde. Zwei Drittel der Zugriffe erfolgen heute von mobilen Endgeräten, die Homepage muss sich daher flexibel auf die unterschiedlichen Bildschirmgrößen einstellen.

Die Seite sei zudem erheblich entrümpelt worden. Zur Grundorientierung dienen jetzt sechs Navigationspunkte am Kopf der Seite. Neu ist auch, dass häufig gestellte Fragen aus dem Bereich der Bürgerdienste gleich in einem Extrakasten aufpoppen, wenn man den Navigationspunkt „Rathaus und Service“ anklickt.

Mit der neuen Homepage will die Stadtverwaltung zudem mehr Barrierefreiheit bieten. Barrierefreiheit bedeutet für Internetseiten, dass sie etwa für Sehbehinderte gut bedienbar oder für Menschen, die nicht gut Deutsch sprechen, trotzdem verständlich sind. Dafür soll zum Beispiel ein klarer, einfacher Seitenaufbau mit einer deutlichen Überschriftenhierarchie und großen Bildern sorgen. Außerdem wurde für stärkere Kontraste gesorgt. Dort, wo es Sinn macht, wurden die Texte in einfacher Sprache formuliert.

Auch die Bereiche Tourismus und Bürgerdienste versprechen sich viel von dem neuen Auftritt. Unter dem Slogan „Visit Ludwigsburg“ hat der städtische Tourismus seinen Auftritt ebenfalls völlig neu aufgestellt. „Wir haben alle Texte neu geschrieben, in einem Sprachstil als würde man einem guten Freund Ludwigsburg rüberbringen wollen“, erklärt der Tourismusmanager Elmar Kunz. Auf der Tourismus-Seite soll in den kommenden Monaten noch viel passieren. Zum Beispiel die Möglichkeit, die Texte auf Englisch oder Französisch zu lesen. Der städtische Tourismussektor arbeitet auch daran, dass Stadtführungen online gebucht und bezahlt werden können. „Da liegt noch eine Menge Arbeit vor uns“, sagt Kunz.

Jürgen Schindler, der Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste hofft dagegen auf einen einfacheren Zugang zum Bürgerservice. Vielen Bürgern sei noch gar nicht bewusst, was man online schon alles erledigen könne. Zum Beispiel einen Termin vereinbaren. Die Bürgerdienste erhalten pro Woche weiterhin 4000 bis 4500 Anrufe und müssen dafür jede Menge Personal bereitstellen.

40 unterschiedliche Nutzergruppen

Für den neuen Auftritt habe die Verwaltung eine intensive Zielgruppen-Analyse betrieben, sagt Peter Spear. Dabei sei man auf etwa 40 unterschiedliche Nutzergruppen gestoßen. Kein einfaches Unterfangen zu versuchen, deren Bedürfnisse alle unter einen Hut zu bekommen. „Das war furchtbar viel Arbeit.“ Aber es sei auch höchste Zeit gewesen. Der letzte Relaunch der Seite liege über zehn Jahre zurück.

Insgesamt 48000 Euro hat die Stadt in den neuen Auftritt investiert. Durch Übersetzungen und neue Texte in leichter Sprache werden in Zukunft weitere Kosten anfallen.

Wenn es in den nächsten Tagen zu Darstellungsfehlern kommen sollte, bittet die Stadtverwaltung um Verständnis. Wie bei jedem Relaunch einer Webseite könne es bei der Umstellung trotz mehrerer Tests zu Problemen kommen. Für Rückmeldungen gebe es gleich auf der Startseite eine Feedback-Möglichkeit.

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