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Im neuen Schuljahr soll mehr gelüftet werden

Offene Fenster in den Pausen und zum Teil auch während des Unterrichts – Lüftungsanlagen und CO-Ampeln in manchen Schulen und Mensen

Offene Fenster im Klassenzimmer: Im kommenden Schuljahr ist das Lüften wegen der Coronapandemie noch wichtiger als zuvor. Foto: imtmphoto - stock.adobe.com
Offene Fenster im Klassenzimmer: Im kommenden Schuljahr ist das Lüften wegen der Coronapandemie noch wichtiger als zuvor. Foto: imtmphoto - stock.adobe.com

Ludwigsburg. Noch zwei Wochen, dann beginnt auch in Baden-Württemberg das neue Schuljahr. Der Unterricht geht wieder los, aber einiges ist anders als im vergangenen Jahr: Wegen der Coronapandemie muss auch im Klassenzimmer weiterhin auf Hygiene- und Abstandsregeln geachtet werden. Eines der obersten Gebote heißt: ausreichend lüften, damit in den Unterrichtsräumen genug Frischluft zur Verfügung steht und das Infektionsrisiko sinkt.

In Ludwigsburg gebe es bereits seit einigen Jahren ein Lüftungskonzept, das die Stadt gemeinsam mit den Schulen erstellt hat, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage mit. Demnach seien bereits in den vergangenen Jahren die Klassenzimmer in den Pausen intensiv gelüftet worden. Nach Bedarf sollen auch während des Unterrichts Fenster zum Stoßlüften geöffnet werden. „Hierfür wurden bereits vor einigen Jahren entsprechende Hinweisschilder in den Schulräumen angebracht“, so die Stadtverwaltung. Ändert sich in Ludwigsburg also im neuen Schuljahr, was das Lüften angeht, nichts – trotz der Coronapandemie? „Zu Coronazeiten sollen die Phasen des Lüftens während des Unterrichts intensiviert werden“, lautet die Antwort der Stadt.

Automatischer Luftaustausch

Doch nicht in allen Schulen sei das Öffnen der Fenster überhaupt nötig. Bei Neubau- und Sanierungsmaßnahmen seien in den vergangenen Jahren Lüftungsanlagen eingebaut worden. Durch diese Anlagen wird die Raumluft über Ventilatoren, die in einem separaten Technikraum stehen, ausgewechselt. Die Außenluft wird angesaugt, gefiltert, gegebenenfalls aufgeheizt und schließlich in den Raum gelassen. Gleichzeitig wird die Abluft durch Unterdruck abgesaugt und vom Zentralgerät ins Freie befördert. Weil die verbrauchte Luft abgesaugt und mit frischer Luft ausgetauscht wird, „gehen wir davon aus, dass sie auch gegen Corona-Aerosole helfen können“, so die Stadt. Die Lüftungsanlagen in den Schulen seien meist CO-gesteuert. Das heißt, dass der jeweilige Raum erst dann belüftet wird, wenn er belegt und der CO-Gehalt der Raumluft auf einen bestimmten Wert angestiegen ist.

Mit einer solchen Lüftungsanlage ist nach Angaben der Stadt etwa das Goethe-Gymnasium komplett ausgestattet worden, als dort im vergangenen Jahr saniert wurde. Bei der Sanierung der Gemeinschaftsschule ist der Einbau einer Lüftungsanlage in Unterrichtsräumen und Aula des 60er-Jahre-Bauteils erfolgt, ebenso im Erweiterungsbau der August-Lämmle-Schule. Auch bei Neubauten von Schulerweiterungen wurden Lüftungsanlagen eingebaut, etwa in der Feuerseemensa, der Mensa Schlösslesfeldschule, der Mensa und dem Bewegungsraum an der Gartenstraße, der Mensa Eichendorffschule und der Mensa Friedrich-von-Keller-Schule. Die Klassenzimmer dort werden über Fensterschlitze und Dachlichtkuppeln belüftet. Auch bei Neubauten ist der Einbau von Lüftungsanlagen in den Unterrichts- und Betreuungsräumen sowie der Mensa inklusive Küche geplant, etwa beim Neubau der Fuchshofschule.

Andere Schulen sind in Altbauten und historischen Gebäuden untergebracht, etwa das alte Schulhaus in Poppenweiler, das Grundschulareal in der Innenstadt oder die Erweiterung der Eichendorffschule. Dort wurden die Unterrichtsräume mit CO-Ampeln ausgestattet. Diese messen die Konzentration von CO in der Luft und zeigen an, wann ein kritischer Wert überschritten wird. Dann sollte spätestens gelüftet werden.

„Grundsätzlich können alle Unterrichtsräume an Schulen, in denen keine Lüftungsanlage verbaut ist, über die Fenster gelüftet werden“, teilte die Stadt mit. Und auch an Schulen mit solchen Anlagen könnten die Fenster nach wie vor zum Lüften geöffnet werden.

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