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Karaokeshow im Tigerenten Club

Siebtklässler des Ernst-Sigle-Gymnasiums treten am Sonntag als „Frösche“-Team beim Fernsehduell des Tigerenten Clubs gegen eine Klasse des Stuttgarter Hölderlin-Gymnasiums an und spielen dabei auch für einen guten Zweck.

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Schüler des Kornwestheimer Ernst-Sigle-Gymnasiums im Tigerenten Club. Foto: SWR

kornwestheim. Als sich nach sieben Jahren mal wieder die Gelegenheit bot, mit einer Klasse des Ernst-Sigle-Gymnasiums zum Duell im „Tigerenten Club“ anzutreten, hat Timo Keller keinen Moment gezögert: „Es ist eine tolle Sache“, sagt der Lehrer, und seine Sechstklässler, die inzwischen eine Stufe weiter und auf die Klassen 7a und 7d verteilt sind, waren sofort Feuer und Flamme: „Es ist eine seltene Chance, beim Fernsehen mal hinter die Kulissen zu schauen. Zu sehen, wie ein Studio aussieht, wie viel Beteiligte da nötig sind, das ganze Drum und Dran eben“.

Keller weiß, dass manche Kollegen das skeptisch sehen, „denn bei so einem Auftritt kann man sich auch blamieren.“ Auch als Lehrer, denn die Betreuer müssen „Schulhof-Fragen“ beantworten und können von der Klasse als Joker gefordert werden: „Damit haben wir uns aber erst gar nicht aufgehalten“, sagt Keller und betont: „Unser Motto war sofort: Wir werden gewinnen!“

Die erste Herausforderung war, die drei Spielkinder zu finden, die besonders im Fokus stehen. Die nötige Courage haben sich aber mehr als drei Kinder zugetraut, so dass „die Klasse dann die Spieler bestimmt hat, was ebenfalls eine gute Erfahrung war.“ Das Trio hat sich dann ganz speziell vorbereitet. Rayan Ibrahim etwa, die für die Karaokeshow vor der Kamera steht, hat sich nicht nur die ganze Karaoke-Datei reingezogen, sondern mit einem Quartett auch eine Hintergrund-Choreografie eingeübt. Und „ganz unglaublich“ habe sich Yann Cosson für das Hüpf-Memo präpariert: „Er hat die ganzen Farb-Ton-Kombinationen gelernt und damit trainiert“. Toni Luithardt schließlich hatte eine einmalige Gelegenheit genutzt und sich beim Mercedes-Benz-Museum mit der Rodeo-Ente vertraut gemacht.

Dass der Spieleerfinder René Wegner beim TV-Duell als Stargast dabei ist, beschert Brahim Renz und Ida Rogat einen extra Auftritt: Brahim ist bei „Headis“ gefordert, einer Art Tischtennis, das per Kopfball gespielt wird. Ida wiederum muss beim „Tigerbratball“ einen Schaumstoffball per Bratpfanne im Tor versenken. Und eine besondere Verantwortung hat Lena Brombacher von ihrer inzwischen weggezogenen Klassenkameradin aus Vietnam übernommen: Sie stellt das Ernährungsprojekt für vietnamesische Kinder vor, für das die Frösche spenden: 600 Euro, wenn sie gewinnen, 400 Euro, wenn sie Zweite werden.

Weil die Sendung aufgezeichnet wurde, weiß Keller natürlich, wie es ausgegangen ist. Verraten darf er aber nur so viel: „Beim Probedurchgang waren unsere Frösche phänomenal. Als es ernst wurde, waren sie ein bisschen aufgeregt, und es war super spannend bis zum Schluss!“ Insgesamt sei es sowieso „für alle eine tolle Erfahrung“ gewesen, sagt Timo Keller. „Mit Druck umzugehen, im Rampenlicht zu stehen und sich zu behaupten, das braucht man auch später im Leben. Auch solche Sachen machen Kinder stark!“

Er fügt hinzu: „Für die ganze Gruppe war es ein Erlebnis, das sie nie vergessen wird!“ Dass die Schüler gegen das Hölderlin-Gymnasium Stuttgart antreten mussten, hatten sie erst vor Ort im SWR-Studio in Göppingen erfahren: Wie es ausgegangen ist, das ist morgen, Sonntag, 4. November, um 7.05 Uhr in der ARD zu sehen.