Logo

Kreisel in Raten für die Rielingshäuser Ortseinfahrt

Am Ortseingang von Rielingshausen wird ein neues Feuerwehrhaus gebaut. Später soll ein Kreisverkehr kommen. Foto: Ramona Theiss
Am Ortseingang von Rielingshausen wird ein neues Feuerwehrhaus gebaut. Später soll ein Kreisverkehr kommen. Foto: Ramona Theiss
Der vom Rielingshäuser Ortschaftsrat gewünschte Kreisverkehr am Ortseingang von der Schweißbrücke her soll kommen, allerdings nicht schon mit dem Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Marbach. Das Feuerwehrhaus soll am Ortseingang links zweigeschossig gebaut werden. Der Kreisverkehr soll in Zukunft nicht nur das Feuerwehrhaus an die Landesstraße 1124 anbinden, sondern auch ein zukünftiges Baugebiet, das im Flächennutzungsplan als Mischgebiet ausgewiesen ist. Auch soll er den Verkehr vor dem Ort ausbremsen.

Bis dahin müssen aber noch einige Hürden überwunden werden, wie Janus Baldermann vom Bauamt im Ortschaftsrat erläuterte. Da den Kreisel sowohl Einsatzfahrzeuge, als auch Gelenkbusse oder Lastwagen passieren müssen, und er zudem außerhalb des Ortes liegt, muss er mindestens einen Durchmesser von 30 bis 35 Meter haben. Auch Feld-, Fuß- und Radwege müssen angebunden werden. Somit ist die benötigte Fläche größer als die, die sich aktuell im Besitz der Stadt befindet, die Stadt muss also noch Grundstücke kaufen. Baukosten von bis zu 500000 Euro seien zu erwarten. Da aber das Regierungspräsidium Stuttgart die Notwendigkeit für einen Kreisverkehr nicht sieht, bleiben die Kosten an der Stadt hängen.

Separate Einfahrt für Privatautos

Deshalb die Idee, den Kreisverkehr erst später mit dem neuen Baugebiet zu einem Zeitpunkt X zu realisieren und die Kosten dann dort zu verrechnen.

Zunächst soll deshalb die neue Feuerwache über einen dreiarmigen Knotenpunkt erschlossen werden. Eine Ampel soll regeln, dass beim Ein- und Ausrücken der Verkehr auf der Landesstraße mit Rot gestoppt wird. Die am östlichsten gelegene Einfahrt auf das Gelände ist nur für die privaten Autos der Feuerwehrleute gedacht, damit sie den Einsatzfahrzeugen nicht begegnen. 27 Parkplätze sind hier vorgesehen. „So entzerren wir den Verkehr, die ersten Fahrzeuge können dann schon ausrücken“, erklärte Baldermann. Die Fahrzeuge rücken über die weiter westlich gelegene Ausfahrt aus. Der spätere vierte Arm würde dann nur das Siedlungsgebiet erschließen.

Derzeit wird ein schalltechnisches Gutachten erstellt, der regionale Grünzug an dieser Stelle wird um 0,6 Hektar erweitert. Das Feuerwehrgelände soll eingegrünt werden. Einige der Linden am Ortseingang werden gefällt werden müssen, dafür soll aber Ersatz geschaffen werden.

Neues Fahrzeug

Grünes Licht gab es auch für die Beschaffung eines Rüstwagens. Der alte stammt aus dem Jahr 1997. Das rund 825000 Euro teure Fahrzeug wird ausschließlich für die technische Hilfeleistung, also Unfälle verwendet. Da es auch für die Überlandhilfe eingesetzt wird, gibt es neben dem Landeszuschuss von 130000 Euro einen Zuschuss vom Landkreis Ludwigsburg in Höhe von 207000 Euro. Ähnliche Fahrzeuge gibt es sonst nur noch in Ditzingen und Besigheim.