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Kreissparkasse Ludwigsburg schüttet 1,3 Millionen Euro für soziale Projekte aus

Lehrmittel für ukrainische Jugendliche, Öl für die Tafelläden, Streuobstbäume, die gepflanzt werden können – Schulen, Vereine und gemeinnützige Organisationen brauchen bei der Umsetzung ihrer Vorhaben ehrenamtliche Unterstützung, aber auch finanzielle. Mit 1,3 Millionen Euro haben die fünf Stiftungen der Kreissparkasse Ludwigsburg im Vorjahr knapp 400 Projekte im Landkreis Ludwigsburg gefördert.

Glückliche Gesichter: Der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse, Heinz-Werner Schulte, Ulrike Bötcher, Corina Szarka und Landrat Dietmar Allgaier freuen sich, Stiftungsgelder verteilt oder bekommen zu haben. Foto: Holm Wolschendorf
Glückliche Gesichter: Der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse, Heinz-Werner Schulte, Ulrike Bötcher, Corina Szarka und Landrat Dietmar Allgaier freuen sich, Stiftungsgelder verteilt oder bekommen zu haben. Foto: Holm Wolschendorf

Ludwigsburg. Die Auswirkungen des Konflikts in der Ukraine sind längst im Landkreis Ludwigsburg angekommen und zu spüren. Zwei, die hautnah davon betroffen sind, sind Ulrike Bötcher, Geschäftsführerin der Ludwigstafel, und Corina Szarka von der Volkshochschule Ludwigsburg. Beim Pressegespräch am Donnerstag mit der Kreissparkasse (KSK) Ludwigsburg haben die beiden Frauen nicht nur einen kurzen Einblick in ihren Alltag mit ukrainischen Flüchtlingen, sondern auch ihrer Freude über die finanzielle Förderung der Stiftungen des Geldinstituts Ausdruck gegeben.

„Ich habe im April die Geschäftsführung der Ludwigstafel übernommen“, sagt Bötcher, der Ukraine-Krieg habe nicht nur sie, sondern auch die Tafelläden „kalt erwischt“. Seien vor dem Konflikt zwischen 80 und 100 Kunden in die Läden gekommen, habe sich die Situation mit der Krise zunehmend verschärft. „Nun kommen fast doppelt so viele Menschen zu uns, nämlich etwa 140 Kunden.“ Nun hätten die Tafelläden im Kreis Ludwigsburg verglichen mit anderen ein „hohes Warenaufkommen, so dass Rücklagen gebildet werden konnten“, dennoch fehle es an einigen Lebensmitteln.

Unterstützung für die Ukraine

Was das mit der Kreissparkasse zu tun hat? Sehr viel, denn deren Mitarbeiter haben eine Spende initiiert. Die Idee: Jeder Euro ist von der KSK verdoppelt worden, so dass schlussendlich die Summe von 20000 Euro zusammengekommen ist. „Geld, das nun der Tafel Ludwigsburg zugutekommt“, freut sich Landrat Dietmar Allgaier, Verwaltungsrats- und Stiftungsvorsitzender. Der Betrag soll in Waren umgesetzt werden, fügt Bötcher hinzu, Öl werde am dringendsten gebraucht.

Junge Menschen aus der Ukraine im Alter zwischen 16 und 27 Jahren benötigten zudem Deutschkenntnisse, erklärt Corina Szarka. Um diese zu erlernen, dafür habe die KSK einen Raum im jüngst eröffneten Pop-up-Store Zukunftsraum kostenfrei zur Verfügung gestellt, „einschließlich Lehrmaterialien“. Gegenwert: rund 5000 Euro.

Dies sind zwei Beispiele von knapp 400 Projekten, die 2021 unterstützt worden sind. Wenn es das gemeinnützige und soziale Engagement der Kreissparkasse Ludwigsburg sowie ihrer fünf Stiftungen nicht gäbe, hob Allgaier hervor, sei der Landkreis an vielen Stellen ärmer. Insgesamt „394-mal klopfte das Gute an der Tür und es war nicht der Nikolaus“, fügt Allgaier hinzu, insgesamt rund 1,3 Millionen Euro an Stiftungsgeldern seien gemeinnützigen Zwecken zugutegekommen.

35 Millionen Euro Stiftungskapital

Derzeit umfasse das Stiftungskapital 35 Millionen Euro, noch im laufenden Jahr sei geplant, um weitere zwei Millionen aufzustocken. Im vergangenen Jahr flossen 388000 Euro in das Fördergebiet „Soziales und Schulen“, „Sport“ bekam 325000 Euro, „Kunst und Kultur“ 238000 Euro, davon „erhielt beispielsweise der Theatersommer im Cluss-Garten 25000 Euro, das Theater unter der Dauseck in Oberriexingen 3000 Euro und das Glasperlenspiel in Asperg 1500 Euro“, zählt Allgaier auf. „Im Dezember spendete die KSK 50000 Euro an die Jugendmusikschulen im Landkreis.“ Der Verwendungszweck verdeutliche, wen die Fördermittel unterstützt haben, nämlich Kinder und Jugendliche, denn „unter anderem wurden Musikinstrumente angeschafft“.

Auch die Liste an geförderten Projekten im Bereich Umwelt- und Naturschutz ist laut Allgaier lang. Wurden nicht nur Bäume auf Streuobstwiesen gepflanzt und Trockenmauern saniert, sei 2021 das Klimaschutzprojekt „Energiesparmodelle an Schulen im Landkreis“ unterstützt worden. „Die Schüler sollen in den Bereichen Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Energiesparen sensibilisiert werden“, sagt Allgaier, „da ist aber schon ganz viel an Bewusstsein da“. Damit werde nicht nur der Gemeinsinn gefördert, sagt Allgaier, nein, es werde „ganz praktisch verantwortliches Denken und Handeln in die Hände junger Menschen gelegt“ und Zukunft geschrieben.

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