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Langer Schlussspurt bei der Keplerbrücke

Vierter Bauabschnitt in der Schwieberdinger Straße bis in die Friedrichstraße hinein dauert bis ins Frühjahr 2021 – Baubeginn am 6. Juli

Bei Sanierungsarbeiten an der Keplerbrücke hat es in der Vergangenheit schon Staus gegeben, jetzt entsteht dort für mehrere Monate eine Engstelle. Archivfoto: Holm Wolschendorf
Bei Sanierungsarbeiten an der Keplerbrücke hat es in der Vergangenheit schon Staus gegeben, jetzt entsteht dort für mehrere Monate eine Engstelle. Foto: Holm Wolschendorf
Bei Sanierungsarbeiten an der Keplerbrücke hat es in der Vergangenheit schon Staus gegeben, jetzt entsteht dort für mehrere Monate eine Engstelle. Archivfoto: Holm Wolschendorf
Bei Sanierungsarbeiten an der Keplerbrücke hat es in der Vergangenheit schon Staus gegeben, jetzt entsteht dort für mehrere Monate eine Engstelle. Foto: Holm Wolschendorf

Ludwigsburg. Alle guten Dinge sind drei, heißt es. In der Schwieberdinger zählt man bis vier, und das begeistert Autofahrer weniger: Die Sanierung geht weiter und damit wird die Schwieberdinger Straße, diesmal mit Keplerstraße und Friedrichstraße, erneut zum Engpass für alle Verkehrsteilnehmer. Sechs Monate zog sich letztes Jahr die Baustelle hin, im vierten Bauabschnitt rechnet die Stadt damit, dass es Frühjahr werden kann. Startschuss für die Absperrungen ist am 6. Juli.

Wird Ludwigsburg damit vom Verkehrsnetz abgeknipst? Die Straße, die rund 45.000 Fahrzeuge täglich verkraften muss, ist auch Zubringer zum Autobahnanschluss Süd. Noch ist der Autobahnanschluss in Ludwigsburgs Norden gesperrt. Nach Angaben des Regierungspräsidiums zieht es sich witterungsbedingt etwas, doch am Wochenende soll mit dem Rückbau der Baustelleneinrichtung begonnen werden. Es könnte also immerhin in Richtung Nord etwas Entlastung geben. Doch auch sonst sorgt man sich etwa in der Südstadt, wie man während der Sanierung dieses Abschnitts überhaupt noch an das Verkehrsnetz angebunden ist.

„Ein Verkehrskollaps ist absehbar“, kommentierte die SPD-Fraktionsvorsitzende Margit Liepins im Mobilitätsausschuss. Der hatte den Auftrag für die Sanierung vergeben, der mit 590.000 Euro zu Buche schlägt. Insgesamt hat die Stadt damit rund 2,2 Millionen Euro in die Schwieberdinger Straße gesteckt. Die Stadtwerke und der Betrieb Stadtentwässerung geben dafür zusätzlich rund 3,2 Millionen Euro aus.

Weil die Schwieberdinger Straße eine der wichtigsten Hauptverkehrsachsen Ludwigsburgs ist, haben die Stadträte die Verwaltung stets gedrängt, die Baustellen schneller abzuwickeln – gegebenenfalls mit einem Zweischichtbetrieb. Doch den wird es nicht geben (wir berichteten), weil er der Stadt zu teuer kam. Die Ausschreibung erfolgte deshalb ein zweites Mal, was mit ein Grund für die zeitliche Verzögerung der Baustelle ist.

Inzwischen geht die Stadt von einem nicht näher definierten „verlängerten Einschichtbetrieb“ aus, bei dem Montag bis Donnerstag länger, dafür aber am Freitag kürzer gearbeitet wird, so die Fachbereichsleiterin Ulrike Schmidtgen im Ausschuss. Trotz dieser veränderten Schichten werde die Baustelle bis in den März nächstes Jahr andauern.

Stadträte haben vor allem Fragen dazu, wie denn der Verkehr bewältigt werden kann. Insbesondere aus den Seitenstraßen heraus wird es Probleme geben. Vor allem Grünen-Rat Stefan Handel brachte einige Punkte vor, der dafür plädierte, die Querverbindungen zum Busbahnhof ansprach. Auch die Verbindung Hohenzollernstraße in die Seestraße müsse für Fußgänger und Radfahrer offen bleiben. Margit Liepins (SPD) hofft, dass es entsprechend Umleitungen geben wird, sofern dies angesichts weiterer Baustellen, etwa in der Abelstraße, möglich sei.

Laut Fachbereichsleiterin Schmidtgen sei man inzwischen erprobt, was die Schwieberdinger Straße angehe. Man werde mit den Kanalarbeiten anfangen, danach werden die Stadtwerke die Leitungen verlegen und abschließend die Stadt an die Belagsarbeiten gehen. Wie die Stadt auf Nachfrage mitteilt, will sie Anfang Juli genauer über mögliche Umleitungen informieren. Für den Bau hätte man gerne komplett alle Querverbindungen gesperrt. Doch die Ludwigsburger Verkehrslinien (LVL) können nicht auf den Abzweig an der Keplerbrücke verzichten, um den Busbahnhof anfahren zu können. „Es muss also mit größeren Behinderungen gerechnet werden“, so Schmidtgen.

Die Einmündung Pflugfelder Straße, so die Stadt, werde einige Wochen voll gesperrt sein, da auch im Einmündungsbereich zur Schwieberdinger Straße Leitungsarbeiten durchgeführt werden.

Während der kompletten Baumaßnahme soll jedoch jeweils mindestens eine Fahrbahnspur in beide Fahrtrichtungen zur Verfügung stehen. „Das Verkehrskonzept wurde mit der Verkehrsbehörde abgestimmt, Details werden momentan noch erarbeitet“, teilt Karin Brühl von der Pressestelle mit.

Der Schlussspurt wird ein langer: Nach der jetzt anstehenden Sanierung der nördlichen Seite der Straße werden die Fahrspuren stadteinwärts saniert.

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