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Neues zur Elektromobilität

Zuschussanträge nur online

Ludwigsburg. Aus Sicht von Kfz-Innungs-Obermeister Torsten Treiber hat die Bundesregierun über Monate den Verkauf von Elektroautos auch im Kreis Ludwigsburg behindert. Die 30 neuen Besitzer von Elektroautos (12) beziehungsweise Plugin-Hybriden (18), die im Mai im Kreis eines kauften, könnten nicht sicher sein, überhaupt Geld vom Staat zu bekommen. Denn Stichtag ist der 18. Mai. Ob Geld nach diesem Tag fließt, sei auch unklar. Nur Autos, die auf der Förderliste stehen, werden subventioniert. Aktuell (Stand 4. Juli) sind das 77 Elektro- oder Plugin-Hybrid-Pkw. Diese Liste legt verbindlich fest, für welches E-Auto es die 2000 Euro Förderung vom Staat gibt oder die 1500 Euro für ein Hybridauto. Das bestätigt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), das die Förderanträge nur online annimmt: https://fms.bafa.de/BafaFrame/umweltbonus.

 

Jetzt muss der Juli weisen, wie sehr die Prämie den Verkauf der Elektroautos ankurbelt, sagt Treiber. „Nachfrage ist schon da“, schätzt der Kreisvorsitzende Markus Klein. „Jedenfalls wird in den Autohäusern, die welche anbieten, nach Kosten und Konditionen für Elektroautos gefragt.“ Dumm gelaufen ist die Geschichte allerdings für die 63 Käufer eines Hybrid-Pkw im März und für die 40 im April, als die Nachfrage nach diesem Fahrzeugtyp als Folge der Diskussion um den Umweltbonus deutlich angezogen hatte (Januar: 10, Februar: 18). Die gucken in die Röhre. Was der Innung auch fehlt, ist eine Konstruktion, die das Umsteigen von Diesel auf Elektro attraktiv macht, was durch die Feinstaublage in Stuttgart notwendig wäre. Der französische Staat zahlt 6300 Euro Zuschuss pro Elektroauto und legt 3700 Euro extra drauf, wenn dafür ein mindestens 13 Jahre alter Diesel verschrottet wird. (red)

 

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