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Neustart für das Glasperlenspiel

Nach der Pause durch die Coronapandemie nimmt die Kulturinstitution ihr Programm wieder auf

Bitte Abstand halten: Das Glasperlenspiel hat seine Stühle und Tische neu ausgerichtet. Foto: privat
Bitte Abstand halten: Das Glasperlenspiel hat seine Stühle und Tische neu ausgerichtet. Foto: privat

Asperg. Das Glasperlenspiel beginnt morgen nach sechsmonatiger coronabedingter Pause wieder mit seinem Kulturprogramm. Um dies zu ermöglichen, hat sich zuletzt natürlich einiges getan: Für Gäste, Künstler und Mitarbeiter wurde ein Hygienekonzept erarbeitet, der Sitzplan ist von 150 auf 44 Plätze reduziert, so dass der Mindestabstand eingehalten werden kann. Beim Gang durchs Haus besteht Maskenpflicht. Wie derzeit üblich werden die Kontaktdaten aufgenommen. Nebenbei wurde das Glasperlenspiel auch ein wenig aufgefrischt: So haben die Theaterstühle neue Bezüge erhalten, auch der Bühnenvorhang wurde ersetzt.

Doch wie geht es programmatisch weiter? „Unsere aktuellen Theaterproduktionen sind bis Jahresende eingestellt, da der Mindestabstand auf der Bühne nicht eingehalten werden kann“, erklärt Thomas Roll, Erster Vorsitzender des Glasperlenspiels. „Wir werden stattdessen unsere einzige coronataugliche Produktion, ,Love Letters‘ wiederaufnehmen.“ Zudem will Regisseurin Margarete Volz ein zur aktuellen Situation passendes Theaterstück erarbeiten. Das Glasperlenspiel habe in den vergangene Monaten große Unterstützung erfahren, etwa durch Spenden und Mitgliedschaften, betont Roll. Auch für die Förderprogramme von Bund und Land ist das Haus dankbar. „Wir fühlen uns somit als eingetragener Kulturverein wertgeschätzt und ernstgenommen.“ Wichtig ist ihm aber auch der Blick auf die von der Krise hart getroffenen Künstler. „Sie haben seit Mitte März ein pandemiebedingtes Berufsverbot, viele Hilfsmaßnahmen gehen an ihrem konkreten Bedarf vorbei, durch die Sitzplatzreduzierung werden sie zudem weitere Einbußen haben“, betont Roll. Hier sei in nächster Zeit zusätzliche Unterstützung notwendig. „Es sind hoffentlich einmalige Zeiten für uns Kulturschaffende.“

Auftakt ist am morgigen Freitag um 20 Uhr mit Sabine Geiger und ihrer Fotoreportage „Einfach tierisch“ aus Botswana und Simbabwe. Es folgt am Samstag um 20 Uhr ein interkultureller Abend mit Gamze und Mazen, bevor am Sonntag um 19 Uhr der Pianist Alexander Marthaler ein klassisches Programm präsentieren wird. Am Freitag, 18.September, ist die Musikkabarettistin Stefanie Kerker zu Gast. Infos zum Programm und Karten unter www.glasperlenspiel.de. (jok/red)

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