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Raumbedarf steht, Standort fehlt

Das Raumprogramm für die ersehnte neue Asperger Sporthalle steht. Es wurde von einer eigens gegründeten Arbeitsgruppe erstellt und soll unter anderem Grundlage sein für eine Entscheidung in der Standortfrage und eine genauere Kostenschätzung. Ein Ersatz für die marode Rundsporthalle, und möglichst auch das geschlossene Lehrschwimmbad, ist seit Jahren geplant.

Sorgenkind: Derzeit ist die ohnehin marode Rundsporthalle wegen Asbestproblemen geschlossen. Der seit langem ersehnte Ersatz ist aber immer noch nicht in Sicht. Archivfoto: Holm Wolschendorf
Sorgenkind: Derzeit ist die ohnehin marode Rundsporthalle wegen Asbestproblemen geschlossen. Der seit langem ersehnte Ersatz ist aber immer noch nicht in Sicht. Foto: Holm Wolschendorf

Asperg. „Das Sportpotenzial in der Stadt ist vorhanden, allein es fehlt an Kapazitäten“, sagt Bürgermeister Christian Eiberger. Seit langem nun schon ringen Verwaltung, Stadträte, Schulen und Vereine um eine Lösung für die marode, in die Jahre gekommene Rundsporthalle und um das aufgegebene Lehrschwimmbad.

„Es ist nichts entschieden“, betont der Schultes. Noch sei alles möglich: eine millionenschwere, aber unumgängliche Generalsanierung der bestehenden und derzeit wegen Asbestproblemen erneut gesperrten Rundsporthalle oder der Neubau einer modernen Vierfeldhalle – ob mit oder ohne neuem Schwimmbad. Auch eine neue Halle ohne Lehrschwimmbecken wird so oder so einen höheren siebenstelligen Betrag kosten. Die Stadt fährt derzeit bei den vorbereitenden Untersuchungen zweigleisig.

Flächenbilanz im Vergleich zu Rundsporthalle fast neutral

Die Flächenbilanz zwischen Bestand und Neubau, den das Planungsbüro Campus aus Reutlingen erstellt hat, fällt fast neutral aus. Ein Ersatzbau für die Rundsporthalle hätte demnach eine Fläche von knapp 3100 Quadratmetern. Das wären knapp 200 Quadratmeter mehr als die Rundsporthalle. Es würde eine Vierfeldhalle entstehen, die durch Trennvorhänge abgeteilt werden kann.

Damit wäre sie für die raumzehrenden Ballsportarten wie Handball oder Basketball genauso gut geeignet wie für kleinere Gruppen, könnte also flexibel genutzt werden. Dafür würde die Trainingsfläche auf der Empore entfallen.

Für 400 Zuschauer wäre in einer solchen Halle Platz. Neu wären ein Behinderten-WC, ein Wickelraum für Kinder, eine Küche zur Zubereitung kleinerer Speisen, Lager und eingehauster Platz für Mülltonnen. Noch ähnlicher sind sich das Gebäude des alten Lehrschwimmbeckens und eines möglichen neuen, in die neue Sporthalle integrierten Hallenbades.

Standort: Favoriten in der Nähe des Schulzentrums

Der Unterschied beträgt ganze 130 Quadratmeter. Neu konzipiert sind unter anderem zusätzliche Umkleiden für Behinderte, Frisierplätze sowie zwei separate Umkleiden für Lehrer oder Trainer.

Besonders wichtig ist den Stadträten, dass Sanitäranlagen für das dritte Geschlecht in die Planungen miteinfließen, um spätere Nachbesserungen zu vermeiden.

Als nächster Schritt folgt nun die Standortanalyse. Die drei favorisierten Alternativen sind alle in der Nähe vom Schulzentrum. Darauf folgt eine detailliertere Konzeptstudie, über die der Gemeinderat dann befinden muss.

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