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Basketball

Riesen enttäuschen gegen Löwen Braunschweig

Die MHP-Riesen Ludwigsburg haben im Kampf um die Play-off-Plätze einen Rückschlag erlitten. Gegen die Basketball Löwen Braunschweig unterlag der Bundesligist mit 94:104.

Einsatz gefragt: Ludwigsburgs Adam Waleskowski (links) gegen Christian Sengfelder.Foto: Baumann
Einsatz gefragt: Ludwigsburgs Adam Waleskowski (links) gegen Christian Sengfelder. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Eigentlich war alles vorbereitet für ein Ludwigsburger Basketball-Fest. Die MHP-Arena mit 4037 Zuschauern gut gefüllt. Die MHP-Riesen mit Rückenwind aus dem furiosen 109:91-Aswärtssieg gegen Medi Bayreuth vergangene Woche. Doch am Samstagabend folgte gegen die Löwen Braunschweig mal wieder die große Ernüchterung beim Bundesligisten. „Wir waren nicht mental vorbereitet“, kritisierte Riesencoach John Patrick sein Team nach der 94:104-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten im Kampf um die Play-off-Plätze.

Das Spiel war lange ausgeglichen. Braunschweig ließ zwar den Ball besser zirkulieren und traf verblüffend sicher aus der Distanz, aber die Riesen schafften es dennoch, mitzuhalten. In der 27. Minute erzielte Kelan Martin noch den 64:67-Anschlusstreffer. Aber zum Ende des dritten Viertels war das Spiel nach einem 11:0-Lauf beim 84:67 für die Braunschweiger vorentschieden. Im Schlussdurchgang brachte Patrick Kapitän David McCray, der wegen anhaltender Knieprobleme zuvor nicht zum Einsatz gekommen war. Durch den Verteidigungsspezialisten kehrte die Intensität zurück ins Spiel der Gastgeber. McCray ging voran, gab alles und trieb sein Team zu einer kleinen Aufholjagd. Spannend wurde es allerdings nicht mehr.

Zu viele Spieler waren von ihrer Leistungsgrenze weit entfernt. Die beiden Center Owen Klassen und Adam Waleskowski kamen zusammen gerade mal auf einen Defensivrebound, Jordon Crawford und Lamont Jones enttäuschten mit einer Wurfquote nur 29 Prozent. Neben McCray überzeugte vor allem Marcos Knight. Der bullige Punktegarant kam erneut auf 24 Zähler. „Der erste Schritt ist das Eins-gegen-Eins. Da muss man Einsatz zeigen“, sagte Patrick.

Die schwankenden Leistungen ziehen sich wie ein roter Faden durch die bisherige Saison der Gelb-Schwarzen. Stellt sich die Frage: Gibt es noch Hoffnung auf mehr Konstanz oder müssen sich Trainerteam und Fans mit den Begebenheiten arrangieren? „Unser Job als Trainer ist es, es zu schaffen, dass sie es verstehen“, betont Patrick. Noch ist nichts verloren. Die Teams zwischen Platz sechs und zwölf liegen eng beieinander.

Dass die Ludwigsburger dabei einer der drei Teams sein werden, die es am Ende noch unter die acht Play-off-Plätze schaffen werden, ist bei den wechselhaften Auftritten und dem anspruchsvollen Restprogramm schwer vorstellbar. Am Samstag treten die Riesen beim Tabellenzweiten EWE Baskets Oldenburg an.

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