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Schlechteste Straße im Kreis wird runderneuert

Die jüngste Asperger Gemeinderatssitzung begann mit 50 Minuten Verspätung – ein Vorgeschmack darauf, welche Geduld den Bürgern ab nächstem Jahr abverlangt wird. Denn im Frühjahr startet die Generalsanierung der Eglosheimer Straße.

Die Eglosheimer Straße in Asperg: Nächstes Jahr soll die Trasse saniert werden. Foto: Holm Wolschendorf
Die Eglosheimer Straße in Asperg: Nächstes Jahr soll die Trasse saniert werden. Foto: Holm Wolschendorf

Asperg. Noch trägt die Verkehrsschlagader unterm Demokratenbuckel einen unrühmlichen Titel: 2017 wurde sie auf Etappen zur schlechtesten Landesstraße im kompletten Landkreis Ludwigsburg gekürt. Das soll sich grundlegend ändern. Allerdings wird das eine ganze Weile dauern. Die Bauzeit wird rund 2,5 Jahre dauern. Solange bleibt die Strecke zwischen Streicherkreuzung an der südlichen Alleenstraße und neuer Mitte für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Sieben Bauabschnitte sind vorgesehen, wurden dem Gemeinderat die abgeschlossenen Planungen vorgestellt. Die werden so eingerichtet, dass die Feuerwehr von seinen Mitgliedern jederzeit angefahren und die Einsatzkräfte ausrücken können. Auch Einkaufs- und Drogeriemarkt sowie die Schule bleiben ständig erreichbar. Entweder aus östlicher oder aus westlicher Richtung.

Die Ausgangslage war, dass die Fahrbahn auf einer Länge von einem Kilometer dringend erneuert werden muss. Knapp eine Million wird das kosten und aus der Landeskasse bezahlt. In diesem Zuge soll auch alles, was unter der Straße vergraben ist, getauscht werden. Die Wasser- und Gasleitungen, der Kanal. Das teilen sich, je nach Aufgabe die Stadt, die Asperger Stadtwerke und die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim. Zusammen macht das rund 800000 Euro. Für die Gehwege, die Parkplätze, die Beleuchtung, die Ampeln und die Bepflanzung ist wiederum die Stadt zuständig. Insgesamt rechnet die Kämmerei mit einer Eigenbeteiligung von etwa 5,3 Millionen Euro für die größte zusammenhängende Tiefbaumaßnahme in seiner Geschichte.

Die Bagger werden sich bis in vier Meter Tiefe beißen um den 60 Jahre alten Doppelkanal rauszureißen und einen neuen zu verlegen, heißt es. Auch die komplette Wasserleitung ähnlichen Alters wird von den Stadtwerken Asperg erneuert. So wie auch die Hausanschlüsse. Die Kosten bis zur Grundstücksgrenze trägt die Kommune, ab da die Immobilieneigentümer. Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim werden im selben Zug die Gasleitungen neu machen.

Auch an der Oberfläche wird sich vieles tun: Die Fahrbahn wird durchgehend 6,50 Meter breit und bekommt Flüsterasphalt. Die Kanaldeckel werden bodeneben verlegt, um Rollgeräusche von den Rädern zu minimieren. Die Fahrbahn wird beidseitig von asphaltierten Gehwegen mit einer Breite zwischen zwei und 3,5 Metern flankiert. Es bleibt, wie gehabt, bei den rund 25 Pkw-Stellplätzen. Die aber werden nun auch baulich mit Rasensteinpflaster und eigenen Parkbuchten sichtbar gemacht. Dazwischen sollen zwei Dutzend robuste Bäume wachsen, die nicht nur Schatten spenden, sondern auch für Grün in der bisherigen Asphaltwüste sorgen werden.

Die Querungshilfe zwischen Rewe-Markt und IB-Bildungszentrum mit Bäcker und Drogeriemarkt bleibt erhalten, wie auch die Druckknopfampel an der Wilhelmstraße. Was dagegen wegfällt, ist die Ampel an der dann verschlankten Kreuzung zur Osterholzstraße. Hier wird eine kleine Grünanlage angelegt. Neu ist auch eine Druckknopfampel für Radfahrer am Knoten der Badstraße, die sich weiter die Straße mit den Autos teilen müssen.

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