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Schnelles Internet nimmt Fahrt auf

Wie lang(sam) ist die Leitung, wenn es um den Breitbandausbau im Landkreis geht? Schließlich wird schnelles Internet immer mehr zum Standortvorteil. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Viktor Kostic, Geschäftsführer des Zweckverbands Kreisbreitband Ludwigsburg. Das gelte für den privaten Bereich ebenso wie für den gewerblichen.

Glasfaser statt Kupfer: Damit die Unternehmen in den Freiberger Gewerbegebieten in den Genuss des schnellen Internets kommen, müssen noch einige Vorverträge abgeschlossen werden. Foto: Jan Woitas/dpa
Glasfaser statt Kupfer: Damit die Unternehmen in den Freiberger Gewerbegebieten in den Genuss des schnellen Internets kommen, müssen noch einige Vorverträge abgeschlossen werden. Foto: Jan Woitas/dpa

Freiberg/Kreis Ludwigsburg. Rund 700 Unternehmen in den Freiberger Gewerbegebieten Ludwigsburger Straße West und Ost, Neckar I und Neckar II sowie Ried bekamen im Juni Post von der Stadtverwaltung. In dem Schreiben wurden sie darüber informiert, dass die Gewerbetreibenden die Möglichkeit erhalten, Glasfaser bis ans Haus gelegt zu bekommen – und zwar kostenlos. Schließen genügend Interessierte einen Vorvertrag ab, startet die Telekom mit dem Ausbau. Bis 4. September sollte die Aktion ursprünglich laufen, doch jetzt wird sie bis 18. September verlängert. Der Grund: Bislang haben noch nicht genügend Unternehmen einen Glasfaser-Hausanschluss gebucht. „Wegen der Urlaubszeit sammeln wir weiter und hoffen, dass die Telekom dann mit dem Ausbau starten kann“, sagt Viktor Kostic. Also hat die Stadtverwaltung erneut Briefe an die Firmen in den drei Gewerbegebieten geschickt. Darin heißt es unmissverständlich: „Sollten nicht genügend Aufträge erteilt werden, wird es in absehbarer Zeit in diesen Gebieten kein Glasfasernetz geben.“

Laut Kostic ist der Rücklauf der im Juni angeschriebenen Unternehmen „gut, aber nicht ausreichend“. Bei privaten Haushalten und Gewerbebetrieben werde das Glasfaserkabel dann gelegt, wenn 30 Prozent der angeschriebenen Personen einen Anschluss haben wollen. Allerdings werde bei dieser Marke nicht unbedingt ein Strich gezogen. „Es kann sein, dass bereits eine Handvoll Kunden dafür sorgt, dass ein gesamtes Gebiet ausgebaut wird“, so Kostic. Schließlich wiege in einem Unternehmen eine Ausstattung für 100 Mitarbeiter schwerer als ein einziger Anschluss. „Wir sind zuversichtlich, dass es uns gelingt, die nötigen Interessenten zusammenzubekommen“, sagt Kostic. Sie können sich direkt an die Telekom Deutschland unter der Aktionshotline (0800) 3301362 oder unter www.telekom.de/vollglas-bestellen wenden.

50000 Anschlüsse bis Jahresende

Seit der Gründung des Zweckverbands Kreisbreitband Ludwigsburg in 2018 hat das schnelle Internet ordentlich Fahrt aufgenommen. Die erste Ortschaft im Landkreis, in der die Kunden im Rahmen des kooperativen Glasfaserausbaus in der Region Stuttgart mit Hochgeschwindigkeit über die Datenautobahn brausen, war der Ditzinger Stadtteil Heimerdingen. 1400 Haushalte nutzen dort bereits einen Glasfaseranschluss. Weitere Ausbaugebiete, in denen die Bagger bereits angerollt beziehungsweise in den Startlöchern sind, sind Gemmrigheim mit 1450 Haushalten, Korntal-Münchingen (6000), Steinheim (1900), Ditzingen (4000) und Gerlingen (3300). Hinzu kommen sämtliche Neubaugebiete im Kreis, in denen laut Viktor Kostic automatisch Glasfaser- statt Kupferkabel verlegt werden. In Gewerbegebieten folgender Kommunen findet bereits ein Ausbau statt: Remseck, Erligheim, Schwieberdingen, Korntal-Münchingen, Ditzingen, Besigheim, Bietigheim-Bissingen, Hemmingen, Murr und Steinheim. In Planung sei der Glasfaserausbau in Gewerbegebieten in Freiberg, Kirchheim, Löchgau, Möglingen, Pleidelsheim, Sersheim, Tamm und Vaihingen. „Insgesamt können wir davon ausgehen, dass bis Jahresende rund 50000 Glasfaseranschlüsse im Landkreis zur Verfügung stehen“, sagt Kostic.

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