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Schüler erhalten auch zweite Impfung vor Ort

Medizinisches Versorgungszentrum Dr. Kolepke und Kollegen stellt mobile Teams für Aktion an Schulen im Kreis zur Verfügung

Kreis Ludwigsburg/ Bietigheim-Bissingen. Insgesamt 14 weiterführende Schulen im Landkreis Ludwigsburg nehmen am mobilen Impfen teil, bei dem seit eineinhalb Wochen vor Ort zwei Teams der Kreisimpfzentren Schülern ab zwölf Jahren eine Corona-Schutzimpfung verabreichen. An diesem Donnerstag war Halbzeit, zu der laut Auskunft von Frank Wittmer, Sprecher des Landratsamts Ludwigsburg, bislang rund 200 Schüler geimpft wurden.

Beim Auftakt wurde schnell die Frage aufgeworfen, warum die mobilen Impfteams nur einmal zu den Schulen kommen und die nötige Zweitimpfung – verabreicht wird das Vakzin des Herstellers Biontech – beim Hausarzt oder Kinderarzt stattfinden soll. Eberhard Schober, Leiter der Hanfbachschule in Möglingen, hat die Aktion aus diesem Grund sogar abgesagt (wir berichteten). Das Landratsamt teilte auf Anfrage unserer Zeitung mit, dass auch die Zweitimpfung an den teilnehmenden Schulen stattfinden wird.

Grund der Nachfrage war eine E-Mail, die Nicole Stockmann, Schulleiterin des Ellentalgymnasiums in Bietigheim-Bissingen, an die Elternvertreter schickte, und die auch unserer Zeitung vorliegt. Demnach habe das Impfteam dort bereits vergangene Woche angeboten, zu einem zweiten Termin nochmals ins Ellental zu kommen. Der geschäftsführende Schulleiter von Bietigheim-Bissingen, Claus Stöckle, bestätigte dies. Die mobilen Impfteams kämen im Oktober ein weiteres Mal zu den weiterführenden Schulen. Dabei hätten auch bis dahin ungeimpfte Schüler die Gelegenheit, sich piksen zu lassen. Bis dahin werde bei den Eltern das Interesse abgefragt, damit die Impfteams die erforderliche Menge an Impfdosen bereithalten können. Da die Kreisimpfzentren zum Ende des Monats schließen, werden laut Frank Wittmer vom Landratsamt alle Zweitimpfungen an Schulen vom Medizinischen Versorgungszentrum Dr. Kolepke und Kollegen aus Ludwigsburg vor Ort angeboten.

Störaktionen befürchtet

An welchem Datum und zu welcher Uhrzeit die Zweitimpfungen in Bietigheim-Bissingen stattfinden werden, möchten die jeweiligen Schulleiter laut Claus Stöckle nicht in der Öffentlichkeit kommunizieren. Grund seien Warnungen der Polizei, die es bereits vor der ersten Impfung hinsichtlich geplanter Störaktionen von Impfgegnern gegeben habe. Eine Nachfrage bei der Stadtverwaltung bestätigt, dass die Warnung vom örtlichen Polizeirevier kam.

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Ludwigsburg relativiert. „Man muss prinzipiell damit rechnen, dass so etwas passieren könnte“, sagte er. Doch „konkrete Hinweise darauf, dass so etwas zu erwarten wäre“, gebe es nicht.

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