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Startschuss fällt nach jahrelanger Vorarbeit

Symbolischer Spatenstich für das sechs Hektar große Neubaugebiet „In den BeetenII“ – Nachfrage nach den Bauplätzen ist riesig

Bereit zum Spatenstich: Am nordwestlichen Ortsrand entsteht das Baugebiet „In den Beeten II“. Foto: Ramona Theiss
Bereit zum Spatenstich: Am nordwestlichen Ortsrand entsteht das Baugebiet „In den Beeten II“. Foto: Ramona Theiss

Ingersheim. Die strahlende Wintersonne wertete Bürgermeisterin Simone Lehnert als gutes Zeichen für eines der größten Projekte der Gemeinde in den nächsten Jahren, für das jetzt mit dem Spatenstich symbolisch der Startschuss fiel: die Erschließung des Neubaugebiets „In den BeetenII“ am nordwestlichen Ortsrand.

„Wir wollen heute allen zeigen: Nun geht es los, es ist endlich so weit“, sagte die Rathauschefin am Mittwoch im Beisein von Baufachleuten und Planern. „Lange hat sich die Gemeinde darauf vorbereitet“, rief Simone Lehnert in Erinnerung. Denn schon vor Jahren hatte die Kommune mit dem Areal als möglichem Wohngebiet geliebäugelt, unter Lehnerts Vorgänger Volker Godel wurde die Ausweisung schließlich aktiv angegangen. Vor fünf Jahren legte der Gemeinderat den Grundstein für das Planverfahren, das mit den Umlegungsverhandlungen begann. Nach deren Abschluss im Jahr 2020 waren laut Lehnert die Voraussetzungen für eine Realisierung geschaffen. Es folgten Bebauungsplanverfahren, Änderung des Flächennutzungsplanes und schließlich auch ein Konzept für den erforderlichen ökologischen Ausgleich. Dieser geschieht größtenteils auf einem Hofgut im Odenwald, er werde aber auf Ingersheimer Markung nachgeholt, versprach die Bürgermeisterin. Der Zukauf von Ökopunkten ermögliche die schnelle Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum, betonte Andreas Tiefau vom Planungsbüro KMB.

Die Gemeinde hat die 31 Bauplätze in einem aufwendigen Verfahren vergeben, darunter zwölf größtenteils an Einheimische, sieben gingen an Meistbietende und acht an gewerbliche Bauträger. Auf über einem Hektar sollen außerdem Miet- und Eigentumswohnungen entstehen. „Der Gemeinderat wird sich diesem Thema jetzt intensiv widmen und auch hierfür Kriterien und Maßgaben erarbeiten, die potenzielle Erwerber zu berücksichtigen haben“, kündigte Lehnert an. Auch an einer Lösung für die große Gemeinbedarfsfläche werde zusammen mit Vereinen und Bürgern gearbeitet. Dass die Kommune mit dem Neubaugebiet richtig lag, zeigte die große Nachfrage nach Bauplätzen. „Wir hätten sie mehrfach vergeben können“, so Lehnert.

Carsten Schüler, Geschäftsführer des Erschließungsträgers Bietigheimer Wohnbau, sprach von einem sehr gelungenen Baugebiet und lobte den Beschluss des Gemeinderates, hier ein Nahwärmenetz zu realisieren. Für Schüler eine aus ökologischen Gründen „goldrichtige Entscheidung“. Der Spatenstich fand genau dort statt, wo die künftige Heizzentrale stehen soll. Darüber freute sich Markus Kostron von der Firma KWA in Stuttgart, die das Nahwärmenetz bauen und betreiben wird.

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