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Studenten verärgert über erneute Erhöhung des Semesterbeitrags

Um sich für das neue Semester zurückzumelden, wird für Studenten der Semesterbeitrag fällig. Dieser variiert je nach Universität oder Hochschule, setzt sich aber immer aus einem Beitrag für die Studierendenvertretung, für das Studierendenwerk und einem Verwaltungskostenbeitrag zusammen. An der Pädagogischen Hochschule (PH) Ludwigsburg werden im Wintersemester 207,40Euro fällig. Davon gehen 120,40Euro an das Studierendenwerk, 70Euro an die Verwaltung der PH und 17Euro an die Studierendenschaft für Projekte und Veranstaltungen.

Zu Beginn ihres Studiums habe sie 170Euro bezahlt, die Erhöhung jedes Semester ärgere sie, erzählt eine Studentin, die anonym bleiben möchte. Vor allem in einer Zeit, in der viele Studenten ihre Arbeit verloren hätten und wieder bei ihren Eltern wohnen würden, hätte die PH ihrer Meinung nach nicht erhöhen dürfen. „Ich schäme mich, meine Eltern deswegen auch noch anzuschnorren“, sagt sie. Doch für die Erhöhung des Semesterbeitrags ist nicht die Hochschule verantwortlich, sondern das Studierendenwerk Stuttgart. Die 120,40Euro, die an das Studierendenwerk gehen, werden aufgeteilt für die Aufgaben der Organisation (74Euro) und der Grundfinanzierung des StudiTickets des VVS (46,40Euro). Der Beitrag für das Studierendenwerk ist ein Solidarbeitrag. Damit tragen die Studenten zur Grundfinanzierung der Leistungen der Organisation bei, etwa vergünstigtes Essen in den Mensen oder günstiger Wohnraum für Studenten.

Bereits im Dezember 2018 – lange bevor man von der Coronakrise und deren Auswirkungen gewusst hatte – wurde eine Erhöhung des Beitrags für das Studierendenwerk in einer Verwaltungsratssitzung beschlossen. Das sei notwendig, „um eine langfristig erfolgreiche Zukunft des Studierendenwerks für die jetzigen und künftigen Studierenden sicherzustellen“, heißt es.

Schon im Wintersemester 2019/20 wurde der Betrag von 55 auf 67Euro angehoben. Im kommenden Wintersemester kommen noch einmal sieben Euro dazu. Die Stufenregelung sei beschlossen worden, um die Kostensteigerung für die Studenten abzumildern, heißt es vom Studierendenwerk. „Dass die zweite Stufe zu einer unbeständigen Zeit in Kraft tritt, war nicht abzusehen.“ Aber auch trotz Corona sei das Studierendenwerk für die Studenten da. (cars)