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Tante Emma breitet sich aus

Neue Standorte in Kleinbottwar und Höpfigheim geplant – Konzept wie in Winzerhausen

In der früheren Volksbank soll der Tante-M-Laden einziehen. Foto: Andreas Becker
In der früheren Volksbank soll der Tante-M-Laden einziehen. Foto: Andreas Becker

Steinheim. Mit seinem Konzept „Tante-M“ hat Inhaber Christian Maresch offensichtlich einen Nerv getroffen: Im August hat der moderne Tante-Emma-Laden in Winzerhausen eröffnet, mit Kleinbottwar und Höpfigheim sollen nun zwei weitere Filialen im Bottwartal folgen. In Kleinbottwar könnte die Eröffnung in der früheren Volksbankfiliale sogar schon im Dezember sein.

Sieben Tage die Woche 18 Stunden lang einkaufen: Auch am Sonntag kann man hier mal schnell in den Laden huschen und die vergessenen Eier holen. So funktioniert Tante-M.: 100 Prozent Selbstbedienung heißt das Zauberwort, der Kunde tätigt seine Einkäufe und scannt sie am Ende selbstständig ein. Oder gibt bei Gemüse und Obst die jeweilige Anzahl am Computer ein. Bezahlt wird mit Bargeld – allerdings kann der Einwurfautomat kein Geld zurückgeben – oder mit EC-Karte. Das Sortiment umfasst rund 850 Artikel – selbst Currywurst aus dem Glas gibt es. Zum Teil können die Bürger das Angebot selbst mitbestimmen. Örtliche Bäcker, Metzger und Gemüsehändler liefern die Frischwaren.

Als Bürgermeister Thomas Winterhalter die Informationen aus Winzerhausen hatte, suchte er das Gespräch mit Inhaber Christian Maresch, ob ein solcher Laden nicht auch für die Steinheimer Teilorte Kleinbottwar und Höpfigheim möglich wäre. Vor allem in Höpfigheim war häufig und mit Nachdruck über einen fehlenden Laden geklagt worden. Nachdem die ersten positiven Signale kamen, holte man die Volksbank ins Boot, deren Filialen in beiden Orten leer stehen. In Kleinbottwar ist man sich einig, die Stadt will die Gewerbefläche kaufen und ist dann Miteigentümer an dem Gebäude in der Kirchstraße.

In Höpfigheim hat bereits jemand anderes die Immobilie gekauft, hier ist die Ladenfläche eigentlich auch etwas zu groß. „Der Eigentümer hat aber Bereitschaft signalisiert, das Konzept mitzutragen, es muss nur noch eine Lösung für die Restflächen gefunden werden“, so Bürgermeister Thomas Winterhalter, der aber guter Dinge ist.

„Wir sind Anfragen gewohnt“, sagt Christian Maresch selbstbewusst auf Nachfrage unserer Zeitung. Die beiden Steinheimer Teilorte sind nicht die einzigen Gemeinden, die Interesse bekunden. Natürlich sei es aber ein Vorteil, zwei, drei Läden in unmittelbarer Nähe zu haben, die man gleichzeitig von einem Lieferanten beliefern lassen könne. So soll das Sortiment ähnlich wie in Winzerhausen aussehen, der Murrer Gemüsehändler hat bereits die erweiterte Zusammenarbeit zugesagt. Auch der ortsansässige Bäcker ist in Kleinbottwar mit dabei, allerdings werden die frischen Backwaren weiterhin in der Filiale in der Steinheimer Straße verkauft. In Höpfigheim müsse man noch prüfen, wie es mit den Backwaren weitergeht. Die Metzgerei, die Winzerhausen beliefert, wird auch die beiden Steinheimer Läden versorgen.

In Kleinbottwar soll der Kaufvertrag im Oktober unterschrieben werden, dann muss nur noch umgebaut werden. Im besten Fall eröffnet der Laden bereits im Dezember. „Aber versprechen kann ich nichts“, sagt Maresch vorsichtshalber.

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