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Viele Faktoren verderben den Spaß

Am letzten Hinrundenspieltag der Fußball-Landesliga steht das Duell der beiden besten Kreisvertreter im Blickpunkt, denn der TV Pflugfelden erwartet den FV Löchgau. Ob aufgrund immer kritischeren Coronalage wirklich gespielt wird, entscheidet sich aber wohl erst am heutigen Freitag.

Die Löchgauer Bank mit Trainer Thomas Herbst (Mitte) ist momentan nur dünn besetzt. Foto: Baumann
Die Löchgauer Bank mit Trainer Thomas Herbst (Mitte) ist momentan nur dünn besetzt. Foto: Baumann

Ludwigsburg. „Der gesunde Menschenverstand sagt eigentlich: Fußball ist nicht so wichtig“, wird etwa Löchgaus Trainer Thomas Herbst sehr nachdenklich, wenn man ihn fragt, was er vom Aufrechterhalten des Spielbetriebs hält. Daniel Zmpitas, sein Kollege vom TV Pflugfelden, wird noch etwas deutlicher: „Auf das Spiel gegen Löchgau habe ich mich sehr gefreut. Aber es gibt inzwischen so viele Nebenfaktoren, dass es nicht viel Spaß macht“, gesteht er und berichtet auch von Krankheitsfällen im Vereinsumfeld.

Nichtsdestotrotz betonen aber beide Trainer, dass man die Partie, so sie denn stattfindet, annehmen wird und sie – na, klar - zu gewinnen gedenkt. „Wir treten mit breiter Brust an, haben einen Lauf und rechnen uns auch gegen Löchgau etwas aus“, sagt Zmpitas unmissverständlich. Seit fünf Spielen ist sein Team ungeschlagen und hat sich damit ein Sieben-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge erwirtschaftet. Der Aufwärtstrend des TVP ist auch Herbst nicht verborgen geblieben: „Sie haben vieles richtig gemacht und zeigen, was mit konstruktiver Arbeit möglich ist“, sagt er anerkennend und sieht in der TVP-Herangehensweise, mit jungen Spielern zu arbeiten, durchaus Parallelen zum eigenen Vorgehen. „Bei uns ist es aber schon etwas gewachsener“, stellt er fest. Nicht ganz einfach fiel ihm die Aufarbeitung des 2:3 gegen Satteldorf. „Da haben wir trotz guter Leistung auch extrem viele Fehler gemacht“, findet Herbst im Rückblick. Personelle Konsequenzen kann er jedoch nicht ziehen, denn nachdem sich auch noch Alexander Sprigade verletzt abgemeldet hat, verbleiben ganze zehn gesunde Feldspieler. Da A-Jugend und Bezirksliga-Reserve parallel spielen, dürfte die FVL-Bank also schmal bestückt sein.

Ähnlich geht es seinem Kornwestheimer Kollegen Sascha Becker vor dem Gastspiel bei der SpVgg Satteldorf. „Ich habe 14 Spieler zur Verfügung. Dabei bin ich selbst als Torwart und Christian Butz aus unserer AH-Mannschaft schon miteingerechnet“, erzählt er. Von den drei Keepern aus dem Kader fehlen zwei wegen Urlaub und einer verhindert. „Ich sollte es hinbekommen“, schmunzelt der 37-jährige Becker, der viel Verbands- und Landesligaerfahrung mitbringt.

Für den ein Jahr älteren Butz, mit dem Becker einst bei der KSG Gerlingen zusammenspielte, gilt dies ebenso. „Ein Riesenfußballer, aber für 90 Minuten reicht es wohl nicht“, sagt der SVK-Coach.

Schon am Samstag (14 Uhr) muss Germania Bietigheim beim TSV Pfedelbach an. „Der Sieg gegen Tabellenführer Türkspor Neckarsulm hat natürlich gut getan. Jetzt wollen wir zum Ende der Vorrunde den Relegationsplatz verteidigen“, gibt Germania-Coach Holger Ludwig vor. Den Kontrahenten erwartet er kämpferisch und kompakt: „Genau darum muss es für uns aber auch gehen. Wenn wir wenig zulassen, können wir ihnen eventuell sogar das Spiel überlassen“, führt er aus. Ludwig bangt noch um das Mitwirken der angeschlagenen Patrick Kraut, Adam Juhasz und Edison Cenaj.

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