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Vier Spuren in den Spitzenzeiten

Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan: Auf der A81 zwischen den Anschlussstellen Ludwigsburg-Süd und Zuffenhausen können bald die Seitenstreifen mitgenutzt werden. Nach Prüfungen und Funktionstests soll die Freigabe im Januar erfolgen.

Der Abschnitt der A 81 von Ludwigsburg bis zum Engelbergtunnel ist hoch belastet und stauanfällig. Die zeitweise Freigabe des Seitenstreifens soll da künftig Abhilfe schaffen.Archivfoto: dpa
Der Abschnitt der A 81 von Ludwigsburg bis zum Engelbergtunnel ist hoch belastet und stauanfällig. Die zeitweise Freigabe des Seitenstreifens soll da künftig Abhilfe schaffen. Foto: dpa

Kreis Ludwigsburg. Der rein bauliche Teil der Arbeiten auf diesem ersten Abschnitt wird nach Angaben des zuständigen Regierungspräsidiums (RP) Stuttgart noch vor Weihnachten fertiggestellt. Bis aber Autos und Lastwagen den Seitenstreifen nutzen können, sind noch einige Tests nötig. Deshalb wird die Freigabe laut RP erst im neuen Jahr erfolgen.

Seit März dieses Jahres schafft das RP zwischen den Anschlussstellen Ludwigsburg-Süd und Stuttgart-Feuerbach die baulichen Voraussetzungen für eine Anlage zur „temporären Seitenstreifenfreigabe“, wie es im Amtsdeutsch heißt. Durch die zeitweise Freigabe der Seitenstreifen soll die Zahl der Staus auf der mit durchschnittlich rund 130000 Autos und Lastwagen täglich belasteten Autobahn verringert und damit auch die Umwelt entlastet werden, so eine Pressemitteilung der Behörde. Ziel sei es, die Verkehrssituation auf dieser wichtigen Nord-Süd-Achse zu verbessern.

Trotz coronabedingter Beeinträchtigungen und Lieferengpässen wird der erste Bauabschnitt zwischen Ludwigsburg-Süd und Stuttgart-Zuffenhausen laut RP in beiden Fahrtrichtungen wie geplant noch vor Weihnachten baulich fertiggestellt.

Bevor der Standstreifen als zusätzlicher Fahrstreifen genutzt werden kann, folgen im Januar abschließend die notwendigen Inbetriebnahmeprüfungen und Funktionstests. Hierzu gehören beispielsweise Funktionsprüfungen der seitlich aufge-stellten Kameras, die die Hindernisfreiheit auf dem Standstreifen sicherstellen sollen. Nach erfolgreichem Abschluss der Tests werden künftig in den Spitzenstunden vier statt derzeit drei Fahrstreifen für den Verkehr zur Verfügung stehen.

Entlang der Strecke wurden im ersten Bauabschnitt insgesamt 15 Kameras mit Stahlmasten, sechs neue Schilderbrücken mit elektronischen Tafeln für die Wegweisung sowie 26 elektronische Verkehrszeichen, die die Freigabe des Seitenstreifens anzeigen, neu aufgestellt beziehungsweise montiert.

Zur elektro- und datentechnischen Anbindung der Elektronikkomponenten wurden rund 6000 Meter Kabel im Erdreich verlegt und 21 neue Stellplätze für Streckenstationsschränke gebaut. Zudem wurden zusätzliche digitale Verkehrszeichen über dem Standstreifen installiert.

Die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt zwischen Stuttgart-Zuffenhausen und Stuttgart-Feuerbach laufen bereits, so das Regierungspräsidium weiter. Dieser Streckenabschnitt soll bis voraussichtlich Ende April kommenden Jahres fertiggestellt sein. Danach wird der Standstreifen über die Anschlussstelle Zuffenhausen hinweg in Fahrtrichtung Süden durchgängig befahrbar sein. In Fahrtrichtung Norden bleibt der bisher eingerichtete Verflechtungsstreifen zwischen Stuttgart-Feuerbach und Stuttgart-Zuffenhausen erhalten.

Die technische Ausstattung kostet rund 6,5 Millionen Euro, die der Bund übernimmt. (red)