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Basketball

Vom Probespieler zur Stammkraft

Jaleen Smith ist eine der Entdeckungen der Saison. Der Zugang aus der zweiten Liga trifft mit den MHP-Riesen Ludwigsburg morgen (15.Uhr) in der MHP-Arena auf Braunschweig.

Auf Höhenflug mit den Riesen: Jaleen Smith.Foto: Baumann
Auf Höhenflug mit den Riesen: Jaleen Smith. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Für Jaleen Smith könnte es derzeit nicht viel besser laufen. Der 25-jährige Guard der MHP-Riesen Ludwigsburg hat sich einen Platz im Kader des Basketball-Bundesligisten erkämpft, sich sogar in die Starting-Five gearbeitet und steht mit den Riesen nach acht Siegen aus neun Spielen auf Platz zwei in der BBL-Tabelle. Und seine Glückssträhne hielt auch am Mittwoch an. Bei einer Sponsorenveranstaltung in der Spielbank Stuttgart machte er – anders als viele seiner Mitspieler – sogar Gewinn am Roulette-Tisch. „Ich habe 40 Euro gewonnen“, sagt Smith mit einem breiten Lachen.

Noch besser läuft es für ihn allerdings sportlich. „Hierher zu kommen und Starter in der ersten Liga zu sein, war eine riesige Überraschung“, so Smith. Vom Zweitligisten MLP Academics Heidelberg kam er vor der Saison nach Ludwigsburg, zunächst nur mit einem Probevertrag. „Der ging zwei Wochen, man wollte sehen, wie ich reinpasse. Es hat den Verantwortlichen gefallen, deshalb bin ich immer noch hier“, freut sich Smith. Während andere Spieler häufig eine längere Anpassungszeit brauchen, um sich an den laut Smith extrem physischen Bundesliga-Basketball zu gewöhnen, lieferte der Guard gleich von Beginn an ab. Neun Punkte, vier Rebounds und zwei Assists legt der US-Amerikaner im Schnitt pro Spiel auf – und kommt damit beinahe an die gleichen Werte heran, die er auch in Liga zwei auf den Statistikbogen brachte.

Dabei ist Smiths eigentlicher Wert fürs Team nur schwer in Zahlen darzustellen. Smith, der am College für die New Hampshire Wildcats spielte und einen Abschluss in Sportwissenschaft erlangte, gilt als bissiger Verteidiger, der den Ball nicht berühren muss, um Einfluss auf das Spiel zu nehmen. „Ich will tagein, tagaus den besten Spieler des Gegners verteidigen“, sagt er. „Ich nehme meine Würfe, wenn ich sie kriege. Wenn nicht, geht es zurück in die Verteidigung.“

Manchmal muss er allerdings auch noch in der BBL Lehrgeld zahlen. Zum Beispiel gegen die Telekom Baskets Bonn, als er von Yorman Polas Bartolo verteidigt wurde. Gegen „den Kerl von Bonn habe ich keinen einzigen Punkt gemacht“, erzählt Smith. Dennoch gingen die Riesen als Sieger vom Feld, was auch an der ausgesprochen guten Teamchemie im diesjährigen Kader liegt. „Egal wo ich gespielt habe. Wenn wir erfolgreich waren, lag es immer an der guten Chemie.“

Mit Tanner Leissner spielte Smith zum Beispiel bereits bei den Wildcats am College und feierte am Donnerstag mit dem 24-Jährigen zusammen Thanksgiving. Die nächste Feier soll nun morgen folgen. Um 15 Uhr sind dann die Löwen Braunschweig in der MHP-Arena zu Gast.

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