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Westumfahrung: Acht-Millionen-Projekt auf der Zielgeraden

Nach dem Ausbau des Knotens an der Autobahn Ludwigsburg Süd startet jetzt der Bau der Westrandstraße

Jetzt noch eine steile Piste, in einem halben Jahr die Einmündung der tiefergelegten Westrandstraße in eine riesige Kreuzung mit der Landesstraße L1140: Links geht es in die Schwieberdinger Straße nach Ludwigsburg, rechts führt die Landesstraße Richt
Jetzt noch eine steile Piste, in einem halben Jahr die Einmündung der tiefergelegten Westrandstraße in eine riesige Kreuzung mit der Landesstraße L1140: Links geht es in die Schwieberdinger Straße nach Ludwigsburg, rechts führt die Landesstraße Richtung Möglingen. Gegenüber liegt der Anschluss zur Autobahn. Von der Autobahn kommend kann man künftig direkt geradeaus in die Westrandstraße und damit in ein großes Gewerbegebiet fahren. Foto: Ramona Theiss

Ludwigsburg. Die eine Baustelle wird dieser Tage fertig, jetzt geht es im direkten Anschluss weiter: Am Dienstag fiel der Startschuss für den Bau der Westrandstraße. Sie wird parallel zur Autobahn eine neue Verbindung herstellen, von der Mörikestraße in Ludwigsburg und der Daimlerstraße in Möglingen hinunter zum gerade erweiterten Verkehrsknoten am Autobahnanschluss Ludwigsburg Süd.

Von der Autobahn kommend kann man künftig auf einer Geradeaus-Spur direkt auf die neue Umfahrung und damit in ein großes Gewerbegebiet auf Ludwigsburger und Möglinger Markung fahren.

So waren gestern sowohl Möglingens Bürgermeisterin Rebecca Schwaderer als auch ihr Ludwigsburger Amtskollege Michael Ilk zur Stelle, um den Baggerbiss gemeinsam zu feiern. „Die neue und direkte Zufahrt von der Autobahn und der Landesstraße ins Gewerbegebiet wird Straßen in beiden Gemeinden deutlich entlasten“, erklärten sie unisono. In Ludwigsburg wird nach Ansicht von Ilk vor allem in der Schwieberdinger Straße sowie in der Weststadt und in Pflugfelden „der Schwerlastverkehr deutlich zurückgehen“.

Beide Straßenprojekte, der Ausbau des Verkehrsknotens an der Autobahn sowie die Westrandstraße, werden zusammen über acht Millionen Euro kosten, sagte Andreas Klein vom Regierungspräsidium Stuttgart als Vertreter des Landes. Der Anteil der Stadt Ludwigsburg beträgt demnach rund 2,7 Millionen Euro. „Wir sind dem Land dankbar für die große finanzielle Unterstützung“, sagte Michael Ilk.

Außerdem beteiligt sich die Firma Lapp mit einer halben Million Euro an den Kosten. Das Stuttgarter Unternehmen hat bereits einen Standort in dem Gewerbegebiet und hat angekündigt, sich dort zu erweitern.

In einem ersten Bauabschnitt wird jetzt ein bestehendes Straßenstück (Beim Bierkeller, siehe Grafik) mit der Landesstraße und dem Knoten verbunden. Dazu muss die Trasse ein gutes Stück in den bestehenden Hang hinein tiefer gelegt werden. In einem zweiten Bauabschnitt wird am anderen Ende die Umfahrung mit einem Kreisverkehr an die Daimlerstraße (Möglingen) angebunden. Zusätzlich wird die Kreuzung Mörikestraße/Wöhlerstraße (Ludwigsburg) zum Kreisverkehr. Der erste Bauabschnitt dauert etwa ein halbes Jahr, im Sommer 2022 soll alles erledigt sein.

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