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Porträt

Der Wahlkampf ist für FDP-Landtagskandidatin Stefanie Knecht ein Familienprojekt

Sie liebt es nicht nur, an neuen Herausforderungen zu wachsen, sondern auch, Impulse zu geben und etwas zu bewegen: Für die FDP-Landtagskandidatin Stefanie Knecht steht dabei nicht nur das Hier und Jetzt im Fokus. Sie richtet den Blick auch in die Zukunft.

Stefanie Knecht kämpft als FDP-Kandidatin um den Einzug in den Landtag. Foto: Holm Wolschendorf
Stefanie Knecht kämpft als FDP-Kandidatin um den Einzug in den Landtag. Foto: Holm Wolschendorf
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Ludwigsburg. Es ist eine Mischung aus Überzeugung, Tatendrang und Träumen, die Stefanie Knecht (52) vermutlich auszeichnet. Es gibt vieles, was sie noch anpacken möchte, vieles, was ihr wichtig ist. Sowohl privat, als auch als ehrenamtliche Politikerin. „Vielleicht werde ich irgendwann mal ein Buch schreiben“, erzählt sie ganz nebenbei, während es vom Akademiehof Richtung B27 geht. Es ist kalt an diesem trüben Vormittag, doch das scheint Knecht keineswegs zu stören. Schnell gerät sie in Plauderlaune. Und genau das ist es auch, was ihr wichtig ist: „Die Kommunikation und die Offenheit machen mich aus“, so die FDP-Landtagskandidatin.

Stefanie Knecht ist eine Ur-Ludwigsburgerin, auch wenn sie nicht durchgängig in der Barockstadt lebte. Nachdem sie ihre Mittlere Reife in der Tasche hatte, ging es für sie nach Kanada. „Diese Zeit war für mich politisch und gesellschaftlich sehr prägend“, erzählt sie. Kanada sei liberal und weltoffen eingestellt. Nach ihrem dreijährigen Aufenthalt dort kehrte sie nach Ludwigsburg zurück und machte ihr Abitur. Danach ging es nach Passau um Politik, Geschichte und Medienwissenschaften zu studieren. Dass sie als Studienfach unter anderem Politik wählte, kommt nicht von ungefähr: „Ich stamme aus einer politischen Familie, bin mit Zeitung lesen und Nachrichten schauen aufgewachsen“, so die Mutter von drei Töchtern. Ihr Opa und Onkel waren lange im Ludwigsburger Gemeinderat und im Kreistag vertreten.

Nachdem Knecht ihr Studium abgeschlossen hatte, ging es für sie ein zweites Mal zurück nach Ludwigsburg. Denn hier fühle sie sich einfach Wohl. Und auch ihren Töchtern gefalle es hier, was ihr ebenfalls sehr am Herzen liege. „Gerade für Kinder ist die Stadt super“, sagt sie. „Es gibt viele Sportangebote, außerdem die Jugendmusikschule“, so Knecht. „Darüber hinaus sind die Wege kurz, fast alles ist mit dem Fahrrad zu erreichen.“

Sportlich aktiv sind aber nicht nur ihre Töchter, sondern auch Knecht selbst. „Während des ersten Lockdowns, als die Temperaturen nicht ganz so kalt waren, war ich sehr viel laufen“, so die Landtagskandidatin. „Aktuell mache ich viel Yoga und auch der Wahlkampf nimmt natürlich Zeit in Anspruch.“ Was in Coronazeiten ebenfalls zugenommen habe, sei die gemeinsame Zeit mit ihrer Familie. „Wir leben in einem Dreigenerationenhaus“, so Knecht. „Das Familienleben ist wirklich sehr eng, das ist eine Win-win-Situation.“ Aktuell werde beispielsweise jeden Sonntagabend gemeinsam gekocht.

Durch die Unterstützung, die sie von ihrer Mutter erhalte, ließen sich Familie, Arbeit und politisches Engagement gut unter einen Hut bekommen. Doch es gab auch eine Zeit, da hat sich Knecht aus Rücksicht auf ihre Familie nicht für ein politisches Amt zur Verfügung gestellt. Bis 2005 arbeitete sie als Mitglied der Freien Wähler eher im Hintergrund, organisierte beispielsweise die Kommunalwahlkämpfe. Das Jahr 2013 änderte für Knecht politisch gesehen dann einiges. „Als die FDP damals aus dem Bundestag flog, wusste ich, dass es Zeit für mich ist, Farbe zu bekennen“, so Knecht. Und das tat sie auch. Seit 2019 ist Knecht zudem Stadträtin und Mitglied im Ausschuss für Mobilität, Technik und Umwelt.

Politisch gesehen hat sich Knecht vor allem die Themen Mobilität, Bildung, Klimaschutz und Generationengerechtigkeit auf die Fahne geschrieben. „Bei jeder politischen Entscheidung schaue ich auch, was diese für Auswirkungen auf die späteren Generationen hat“, sagt sie. Auch mit ihren Kindern spreche sie deshalb viel über diese Themen, besonders auch über den Klimaschutz. Denn auch sie sollen verstehen, dass sie mit ihrem Verhalten zum Klimaschutz beitragen können. Doch Knecht geht auch darüber hinaus, sagt klar: „Gerade was die Klimaziele angeht müssen wir den Menschen attraktive Angebote schaffen, sodass sie von allein und freiwillig umsteigen und etwas dazu beitragen wollen“, sagt sie. Ihre Partei, die FDP, beschreibt sie auf ihrem Weg als „innovatives Schnellboot“, möchte, dass Bürger viel öfter mit den politischen Vertretern in den Dialog treten. „Ich finde es toll, wenn ich oft angerufen werde und mich mit Menschen austauschen kann“, sagt sie. Auch deshalb engagiere sie sich neben der Politik ehrenamtlich als Elternbeiratsvorsitzende des Otto-Hahn-Gymnasiums und ist im Vorstand der ARGE Stuttgart aktiv. Auch vom Wahlkampf, der „anders als sonst ist“, profitiere Knecht. „Das sind wertvolle Erfahrungen“, sagt sie. Durch die Unterstützung, die sie von ihrer Familie erfährt, sei der Wahlkampf zu einem richtigen Familienprojekt geworden.

Weitere Informationen zur Landtagswahl bieten wir Ihnen auf www.lkz.de/landtagswahl-2021. Auf unserem Instagram-Kanal (@ludwigsburgerkreiszeitung) unter dem Highlight „Landtagswahl“ finden Sie zudem kurze Porträts der Kandidaten in Videoform.

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