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Kreis Ludwigburg

Die wichtigsten Fakten zur Landtagswahl 2021

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Am 14. März sind über 350000 Menschen im Landkreis Ludwigsburg aufgerufen, ihre Abgeordneten zum baden-württembergischen Landtag zu wählen. Es gibt nur eine Stimme für Kandidat und Partei. Da in jedem der 70 Wahlkreise im Ländle andere Wahlvorschläge eingereicht werden, gibt es keine landeseinheitlichen Stimmzettel. Auf den Stimmzetteln werden zunächst die derzeit im Landtag vertretenen Parteien nach ihren Stimmenzahlen bei der vergangenen Landtagswahl (Grüne, CDU, AfD, SPD, FDP) aufgeführt. Es gibt nur eine Stimme für Bewerber und Partei.

Vor fünf Jahren holten die Grünen alle drei Wahlkreise des Landkreises direkt. Über die CDU-Landesliste kamen dann noch Fabian Gramling und Konrad Epple in den Landtag. Unter Pandemiebedingungen wird ein hoher Anteil an Briefwählern erwartet. Die Kommunen haben sich dafür gerüstet und zusätzliche Briefwahllokale eingerichtet. Außerdem gelten in den Wahllokalen strikte Hygienevorschriften.

39 Kandidaten im Kreis

Der Kreiswahlausschuss hat für die Landtagswahl in den Wahlkreisen 12 Ludwigsburg, 13 Vaihingen und 14 Bietigheim-Bissingen 39 Wahlvorschläge zugelassen. Am 14. März sind landesweit mindestens 120 Abgeordnete zu wählen, davon drei für den Landkreis Ludwigsburg. Insgesamt 14 Parteien haben 39 Wahlvorschläge für die drei Wahlkreise eingereicht -alle wurden bestätigt. Wir zeigen die Bewerber der im Landtag und Bundestag vertretenen Parteien.

Von den bisherigen Landtagsabgeordneten treten lediglich Markus Rösler (Grüne) und Konrad Epple (CDU) aus dem Wahlkreis Vaihingen wieder an. Jürgen Walter und David Renkonen wurden von den Grünen nicht wieder nominiert. An ihrer Stelle gehen Silke Gericke und Tayfun Tok ins Rennen. Auch bei der CDU gibt es in Bietigheim-Bissingen einen Wechsel: Weil Fabian Gramling für den Bundestag kandidiert, bewirbt sich nun Tobias Vogt.

Mehr Lokale für Briefwahl werden eingerichtet

Aufgrund der Pandemie sind die Kommunen gehalten, die Kontakte bei der Landtagswahl so gering wie möglich zu halten. Schon bei den Bürgermeisterwahlen in den vergangenen zwölf Monaten wurden deshalb zusätzliche Briefwahllokale eingerichtet, in denen die Stimmzettel ausgezählt wurden. Darauf hat man sich jetzt auch bei der Landtagswahl eingerichtet.

In Bietigheim-Bissingen sind etwa zwei zusätzliche Briefwahlbezirke geschaffen, und es steht mehr Personal zum Auszählen zur Verfügung. Auch in Sachsenheim gibt es drei zusätzliche Briefwahlbezirke, insgesamt dann fünf. In Markgröningen wird das Briefwahlbüro aus dem Rathaus in ein separates Gebäude ausgelagert, damit in Ruhe die erwarteten zusätzlichen Stimmzettel ausgezählt werden können. In Marbach kommt ein weiterer Briefwahlbezirk hinzu, ebenso in Schwieberdingen.

Allerdings gibt es auch weiterhin die Möglichkeit, Stimmzettel in einem der Wahllokale auszufüllen und abzugeben. In der Regel sind das viermal mehr als Briefwahlzentren.

Wahlbenachrichtigung kommt bis Ende Februar

Bereits Mitte der vergangenen Woche wurden in Remseck, Marbach und Asperg die Benachrichtigungen zur Landtagswahl verschickt. Aber in den meisten anderen Kommunen kann es bis zum 21. Februar dauern, bis die Wahlberechtigten das offizielle Schreiben erhalten. Allerdings werden die Wahlbenachrichtigungen nicht von den einzelnen Städten und Gemeinden verschickt, sondern zentral vom Rechenzentrum komm.ONE in Stuttgart nach Auswertung gedruckt und in die Briefumschläge gesteckt. Freiberg war diese Woche dran, auch andere Kommunen sollen zeitnah folgen. Wer bis zum 21. Februar keine Post erhalten hat, kann sich im jeweiligen Wahlbüro seiner Gemeinde melden.

Die Wahlbenachrichtigung sollte zwar möglichst am 14. März mitgebracht werden, wenn man sein Kreuz machen will. Voraussetzung für die Abstimmung ist sie aber nicht. Ohne gültigen Personalausweis geht es hingegen nicht. Der muss am Wahltag im Wahllokal vorgezeigt werden, in dem man im Verzeichnis eingetragen ist.

Hygienekonzepte gegen Corona-Infektionen

Im Gegensatz zu Rheinland-Pfalz, wo Landkreise nur Briefwahl zulassen, geht das in Baden-Württemberg nicht. Hier im Ländle müssen immer auch Wahllokale zur Stimmabgabe vorgehalten werden. Deswegen haben alle Kommunen ein Hygienekonzept erstellt, mit dem verhindert werden soll, dass sich Wähler bei der Stimmabgabe infizieren.

Städte und Gemeinden im Kreis erwarten, dass es von der Landesregierung noch detaillierte Vorgaben in der Coronaverordnung geben wird. Die Stadt Asperg hat wie die meisten anderen Kommunen schon jetzt ein Hygienekonzept entwickelt, das den Mindestabstand von 1,5 Metern vorsieht. Das Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung ist Pflicht. Maximal dürfen sich drei Wähler im Raum aufhalten. Alle anderen müssen draußen warten. Dort ist ein Einbahnstraßensystem eingerichtet. Außerdem wird regelmäßig gelüftet. Tische und Stifte sollen regelmäßig desinfiziert werden. Aber Wähler werden gebeten, ihre eigenen Stifte mitzubringen.

Zahlen und Fakten

363000 Wahlberechtigte gab es bei der letzten Landtagswahl 2016. In den Wahlkreisen 12 (Ludwigsburg) waren es 123843, in 13 (Vaihingen) genau 114552 und in 14 (Bietigheim-Bisssingen) die meisten mit 124674 Wahlberechtigten. Das Landratsamt erwartet eine ähnlich hohe Zahl für den 14. März. Allerdings wird die tatsächliche Zahl erst kurz vor dem Wahltag feststehen. Denn die Kommunen müssen ihre Wahlberechtigten an das Landratsamt erst noch melden. Die meisten Wahlberechtigten hat Ludwigsburg, wo rund 59000 Menschen ihr Kreuzchen machen können. In Bietigheim-Bissingen sind es 29000, in Sachsenheim 12877, in Markgröningen 9530, in Marbach 10626, in Freiberg 11553, in Asperg rund 9000, in Steinheim 9600, in Besigheim 8762, in Tamm 9060 und in Remseck 17752.

Deutlich höherer Anteil an Briefwählern erwartet

Alle Städte und Gemeinden im Landkreis rechnen mit einem deutlich höheren Anteil von Briefwählern. Sachsenheim erwartet, dass die Hälfte der Bürger per Brief abstimmt. Das Gleiche gilt für Ludwigsburg, wo Bürgerdienstleiter Jürgen Schindler das Dreifache an Briefwahlunterlagen bestellt hat. Freiberg hofft, dass so während der Pandemie die Kontakte weiter reduziert werden können. In Bietigheim-Bissingen liegen schon 20000 Briefwahlunterlagen bereit. Remseck verzeichnet schon jetzt eine rege Nachfrage nach Briefwahl. Laut Rathaus sind schon 1700 Anträge auf Briefwahl eingegangen. Das sind schon jetzt zehn Prozent der Wahlberechtigten. Es dürften noch deutlich mehr werden.

Diese können in der Regel mithilfe des QR-Codes auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung online beantragt werden oder eben per Post und persönlich im Wahllokal. Nutzt man den QR-Code, dann muss nur noch das Geburtsdatum zur Bestätigung eingetragen werden. Die Unterlagen kommen dann per Post nach Hause.

Wahlhelfer stehen auch in der Pandemie bereit

rotz der Coronapandemie haben die meisten Kommunen keine Schwierigkeiten, Wahlhelfer zu finden. „Wir haben frühzeitig mit der Werbung begonnen“, heißt es aus dem Tammer Rathaus, wo am Wahlabend 120 Helfer im Einsatz sein werden. In Besigheim sieht es ähnlich aus, wo 85 Personen für die Auszählung benötigt werden. In Bietigheim-Bissingen sind es sogar 400, die gebraucht werden. In Markgröningen werden keine Menschen über 70 Jahre eingesetzt. Deshalb wird die Besetzung der Wahlvorstände schwieriger als sonst. Aufgrund der Pandemie könne es immer kurzfristig zu Änderungen und Ausfällen kommen, heißt es aus Remseck.