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Landtagswahl

Schon 80000 Briefwahlanträge für die Landtagswahl

Aufgrund der Corona-Pandemie steigt das Interesse an der Briefwahl. Die meisten Kommunen im Kreis melden schon jetzt ein deutlich höheres Interesse an der Stimmabgabe per Brief als bei der Landtagswahl vor fünf Jahren.

Deutlich mehr Menschen als vor fünf Jahren nutzen bei der Landtagswahl die Abstimmung per Brief. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Deutlich mehr Menschen als vor fünf Jahren nutzen bei der Landtagswahl die Abstimmung per Brief. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
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Kreis Ludwigsburg. Bis zum morgigen Sonntag müssen alle Wahlbenachrichtigungen für die Landtagswahl am 14. März verschickt sein. Alle 39 Kommunen im Kreis melden schon jetzt Vollzug, obwohl der Versand in den meisten Fällen direkt über das Stuttgarter Rechenzentrum „komm.One“ gesteuert wird. Damit können nun auch die Briefwahlunterlagen angefordert werden. In den drei Wahlkreisen im Landkreis – Ludwigsburg (12), Vaihingen (13) und Bietigheim-Bissingen (14) – haben bislang schon über 80000 Menschen einen Antrag gestellt, um ihr Kreuzchen per Brief zu machen. Das sind schon jetzt deutlich mehr als vor fünf Jahren, als genau 57759 Menschen ohne den Gang ins Wahllokal abgestimmt hatten. Im Wahlkreis Ludwigsburg waren es 19482 (22 Prozent), in Vaihingen 19257 (22,2) und in Bietigheim-Bissingen 19020 (20,5). Damals lag die Quote also im Schnitt bei knapp 20 Prozent. Schon jetzt haben die meisten Kommunen einen deutlich höheren Anteil gemessen. Viele liegen bei 30 und mehr Prozent.

In Ludwigsburg haben schon 13451 Menschen die Briefwahlunterlagen angefordert. Zum Vergleich: Bei der letzten Landtagswahl hatten hier 10083 Menschen Briefwahl beantragt. Mit Wahlschein gewählt haben letztendlich dann 9344. Bis vergangenen Mittwoch sind im Rathaus bereits 1900 Wahlbriefe eingegangen.

In Kornwestheim sind knapp 5000 Briefwahlanträge eingegangen. Vor fünf Jahren lag die Zahl der Briefwähler bei rund 3200. Deshalb hat sich die Kommune auch gerüstet und die Zahl der Briefwahlbezirke wird von fünf auf sieben erhöht, wo dann auch 50 Wahlhelfer am Abend des 14. März auszählen werden. Nur wie kommt man an die Briefwahlunterlagen? Das ist in den Städten und Gemeinden wie in Kornwestheim geregelt. Der Wahlschein kann online über einen Link auf der städtischen Homepage beantragt werden kann. Es gibt außerdem die Möglichkeit, diesen mit dem auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung aufgedruckten Antrag per Post oder persönlich im Wahlbüro des Bürgerbüros anzufordern. Dabei können die Wähler die Briefwahlunterlagen abholen und gegebenenfalls sofort wählen. Hierzu müssen die Wahlbenachrichtigung und der Personalausweis mitgebracht werden.

Auch in Remseck ist die Nachfrage nach den Briefwahlunterlagen hoch. Dort sind schon jetzt 4239 Anträge eingegangen, in Freiberg 3853 und in Marbach 2083. In Besigheim waren es gut 2000, von denen auch 500 schon abgestimmt haben. In Ditzingen haben bislang 4788 Wähler einen Wahlschein beantragt, das entspricht knapp 30 Prozent der Wahlberechtigten. 2016 waren es insgesamt 3020 Briefwähler (18,2 Prozent). In Möglingen wurden laut Bürgermeisterin Rebecca Schwaderer bislang 1900 Wahlscheinanträge gestellt, 600 Wahlbriefe liegen schon in den Urnen. In Steinheim wurden 1977 Wahlscheine ausgestellt und diese Woche versandt. Rund 100 sind schon zurückgekommen. In Bietigheim-Bissingen muss die Briefwahl hingegen noch in Fahrt kommen. Hier sind erst 1606 Wahlscheine gedruckt worden.

Wie sich der höhere Anteil der Briefwähler auf die Auszählung auswirkt, ist hingegen noch unklar. Die meisten Städte und Gemeinden haben zusätzliche Briefwahlbezirke eingerichtet und mehr Wahlhelfer vorgesehen. Im Landratsamt, wo die Meldungen am Wahlabend auch einlaufen, geht man davon aus, dass es nur unwesentlich länger dauert als vor fünf Jahren. Da war bis 20.34 Uhr alles ausgezählt.

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