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Zerstörungswut
Bank-Pavillon in Ottmarsheim bereits dreimal demoliert

Zum dritten Mal demoliert; der Tatverdächtige ist der Polizei bekannt.
Zum dritten Mal demoliert; der Tatverdächtige ist der Polizei bekannt.
Dreimal ist in Ottmarsheim bereits ein Kunden-Pavillon der VR-Bank demoliert worden – und zwar innerhalb eines halben Jahres. Verdächtig ist immer derselbe Mann.

Ein weiterer Fall von Zerstörungswut hat sich im Frühjahr in der VR-Bank-Filiale in Besigheim zugetragen, die ebenfalls mit einem so genannten VR-Sisy – einem Bildschirm zur Videoberatung – ausgestattet ist.

Im jüngsten Fall war Tatort wieder der Pavillon in Ottmarsheim, der neben dem Norma-Supermarkt steht. Dieser Kunden-Pavillon ist mit einem Geldautomaten und einem Bildschirm zur Serviceberatung per Video bestückt und rund um die Uhr geöffnet.

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In der Nacht von Donnerstag auf Freitag vergangener Woche hat der Mann einen großen Info-Bildschirm aus seiner Verankerung gerissen und damit auf den Video-Beratungsbildschirm eingedroschen. Das jedenfalls bestätigen nach Aussage eines VR-Bank-Sprechers Aufzeichnungen einer Videokamera.

Aus dieser Videoüberwachung gehe auch hervor, dass bei den Verwüstungen immer derselbe Mann zugange ist. Er stamme aus Ottmarsheim und sei polizeibekannt, heißt es in einer Pressemitteilung der VR-Bank.

Auf den Geldautomaten habe es der Mann nicht abgesehen, auch gestohlen werde nichts. Allerdings verrichte der Eindringling seine Notdurft in dem Pavillon.

„Diese sich wiederholenden Fälle von Vandalismus, die wir stets zur Anzeige bringen, verursachen nicht nur jeweils Kosten im niedrigen vierstelligen Bereich, sondern gehen auch zulasten unserer Kunden und Mitglieder, wenn unser beliebter Service der Videoberatung für die Zeit der Reparatur nicht zur Verfügung stehen kann“, heißt es in der Pressemitteilung der VR-Bank.

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Besonders ärgerlich sei es, wenn immer dieselbe digitale Filiale von immer demselben Vandalen demoliert werde. Es stehe zu befürchten, dass die jüngste Zerstörung nicht die letzte gewesen sein könnte. Insgesamt sei inzwischen ein Schaden von rund 10000 Euro entstanden.

Bei der VR-Bank fragt man sich, wie es sein könne, dass immer derselbe Täter, die immer gleiche Tat begehe, ohne dass es Konsequenzen habe? Auf Nachfrage unserer Zeitung teilt das Polizeipräsidium Ludwigsburg mit, dass gegen den 25-jährigen Tatverdächtigen mehrere Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung laufen, die zur weiteren Entscheidung bei der zuständigen Staatsanwaltschaft liegen.

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Die Polizei sei also „nicht etwa untätig“. Vielmehr schöpften die Kolleginnen und Kollegen des zuständigen Polizeireviers Bietigheim-Bissingen alle rechtlich zulässigen Möglichkeiten aus und stünden mit der Staatsanwaltschaft sowie der zuständigen Ortspolizeibehörde im Austausch, wo weitere Maßnahmen geprüft werden müssen, heißt es bei der Polizei.