Mundelsheim. Am Mittwochmorgen hatte sich ein Verantwortlicher der Kolonne gegenüber einer 61-jährigen Anwohnerin in Mundelsheim als professioneller Straßenarbeiter ausgegeben, heißt es in der Mitteilung der Polizei. Angeblich hatte die Kolonne von einer anderen Baustelle noch Material übrig, weshalb sie ihr Teerarbeiten in ihrem Hof anboten. Nach Erteilung des Auftrages sollten die Arbeiter die gesamte Einfahrt teeren. Als die Arbeiten fertig waren, verlangte der Unbekannte für rund 90 Quadratmeter das vereinbarte Entgelt in bar. Allerdings ist die Hofeinfahrt kleiner als 70 Quadratmeter, zudem wurden die Arbeiten mutmaßlich nicht fachgerecht ausgeführt. Da dies den Anforderungen der Auftraggeberin nicht entsprach und sie einen Betrug witterte, informierte sie anschließend die Polizei. Ob durch die vermutlich mangelhaften Teerarbeiten ein Schaden entstanden ist, ist nicht bekannt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
Tipps der Polizei
Die Polizei mahnt bei dieser Art von Haustürgeschäften zur absoluten Vorsicht. Die seit vielen Jahren bekannte Masche von reisenden Teerkolonnen, die „preiswerte“ Arbeit anbieten, führe immer wieder zu Ärger und Betrugsverfahren. Die Baustelle, auf der Teer übergeblieben sei, existiere meist nicht, so die Polizei. Vielmehr seien die Kolonnen mit eigenen Fahrzeugen und Geräten sowie Asphaltmaterial unterwegs, um private Arbeiten auszuführen. Weitere Informationen rund um das Thema „Haustürgeschäfte“ gibt es auf den Seiten der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes unter:
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/haustuerbetrug/ (red)
