Gerlingen. Nach derzeitigen Erkenntnissen ist gegen 14.20 Uhr am Dienstagnachmittag aus noch ungeklärter Ursache ein Lastwagen-Anhänger im Engelbergtunnel in Brand geraten. Der Anhänger ist mutmaßlich mit Elektrogeräten beladen. Die Feuerwehr konnte den Brand zwischenzeitlich löschen. Die Tunnelröhren werden von der Feuerwehr belüftet, heißt es in einer Mitteilung der Polizei in Ludwigsburg. Die Einsatzmaßnahmen vor Ort dauern noch auf unbestimmte Zeit an.
Der Verkehr in Fahrtrichtung Stuttgart wird laut Polizei momentan über die Anschlussstelle Feuerbach nach und nach ausgeleitet. Weitere Verkehrsmaßnahmen, um die Fahrzeuge, die im Stau stehen, abzuleiten werden aktuell vorbereitet.

Die Sperrungen werden bis auf Weiteres aufrechterhalten bleiben. Die Polizei empfiehlt eine weiträumige Umfahrung.
Die Autobahn GmbH ist nach eigenen Angaben derzeit dabei, die Schäden in Folge des Brandes im Engelbergtunnel zu prüfen. Rettungskräfte waren mit 386 Personen und 57 Fahrzeugen im Einsatz. Drei Personen mussten mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus gebracht werden, so die Autobahn GmbH.

Massive Betonabplatzungen
Erste Prüfungen vor Ort zeigen massive Betonabplatzungen an der Tunneldecke der betroffenen Weströhre. Die Kabel der Tunnelsteuerung sowie der Brandmeldeanlage seien in diesem Bereich verschmort. Die Bergung des verbrannten Fahrzeuges wird bis in die Abendstunden anhalten, da die verbrannten Kühlschränke einzeln verladen werden müssen. Für die Dauer der Bergungsarbeiten muss der Strom im Tunnel aus Sicherheitsgründen komplett abgeschaltet werden. Daher ist der Tunnel derzeit noch in beiden Richtungen voll gesperrt (Stand 18 Uhr). Die Autobahn GmbH arbeitet mit Hochdruck daran, die Oströhre zu öffnen. Ein genaues Datum für das Ende der Vollsperrung kann aber erst nach Sicherheitsprüfungen bekannt gegeben werden. (red)

