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Murr/ Gerlingen

Die Sache mit dem Enkeltrick

Ein Ehepaar aus Murr wäre am Dienstagnachmittag fast Opfer einer Telefonbetrügerin geworden, die sich als Enkelin ausgab und von den „Großeltern“ 39000 Euro für einen Wohnungskauf forderte. Es sei eine Überraschung. Um Notargebühren beim Wohnungskauf sparen zu können, müsse sie so schnell als möglich 39000 Euro bezahlen. Nun schöpfte der „Opa“ Verdacht und beendete das Gespräch. Ein Anruf bei der Tochter ergab, dass die echte Enkelin zuhause war und lernte. Die Geschädigten verständigten hierauf die Polizei.

Eine sehr perfide Geschichte wurde einer Seniorin in Gerlingen am Mittwoch gegen 11.20 Uhr aufgetischt. Eine aufgelöste, weinende Frau meldete sich telefonisch bei der betagten Gerlingerin und gab sich als Tochter aus.

Schließlich übernahm ein „Polizist“ das Gespräch. Die „Tochter“ sei in einen Unfall verwickelt gewesen, an dem eine schwangere Frau beteiligt war. Das ungeborene Kind sei an den Folgen des Unfalls gestorben. Eine Verhaftung könne nur durch die Bezahlung eines Betrags von 35000 Euro verhindert werden. Gemeinsam mit der Nachbarin fuhr sie zur Bank. Diese behielt einen kühlen Kopf und riet der Frau Kontakt zu ihrer Tochter aufzunehmen. Das tat die Seniorin und konnte so den Betrugsversuch aufdecken. Auch sie alarmierte die Polizei. (red)