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Bietigheim-Bissingen

Enormer Schaden nach Rohrbruch in Realschule

Am Sonntagabend ist Claus Stöckle bereits wieder zu einem Scherz zumute: „Gestern haben wir schon gebadet“, sagt er auf die Frage, was es mit dem von der Feuerwehr gemeldeten Wasserschaden in seiner Realschule im Aurain auf sich hat. Dabei dürfte ihm das Lachen am Samstagmittag zunächst gründlich vergangen sein. Da nämlich meldete ein Kollege, dass es in einem der drei naturwissenschaftlichen Versuchsräume in einem Gebäudeteil einen Rohrbruch an der Zuleitung zu einem Waschbecken gegeben hatte, wohl irgendwann zwischen Freitagmittag und der Entdeckung gegen 16 Uhr. In der Folge war das Wasser in hohem Bogen auf den Boden gespritzt, so der Rektor. Und richtete dabei einen enormen Schaden an, dessen Höhe noch nicht genau feststeht.

Bis zu fünf Zentimeter hoch sei das Wasser gestanden. Und drückte dann durch die Decke, auch die zwei jeweils darunterliegenden Räume sind betroffen, ebenso lief Wasser in einen Fahrstuhlschacht und ins Treppenhaus. Sogar in die Deckenlampen sei es gelaufen, so Stöckle, nicht nur deshalb habe man auch gleich einen Elektriker in den Aurain geholt. Mehr als zweieinhalb Stunden waren Feuerwehrleute mit mehreren Wassersaugern im Einsatz, heißt es.

Wie steht es um Deckenstatik?

Vor allem die Tatsache, dass das Wasser durch die Decken gedrungen sei, bereite ihm große Sorge, so Stöckle. Alle betroffenen Räume und der Aufzug wurden umgehend gesperrt, und das werde wohl auch wochenlang so bleiben, bis der ganze Schaden behoben ist, so seine Einschätzung.

Für den Unterricht hat das freilich Folgen: Denn bis auf einen zweiten Bio-Raum gibt es für die Naturwissenschaften keine Alternative. Die Stunden werden also in den Klassenzimmern abgehalten werden müssen, „Kreide-Chemie und Kreide-Physik“ nennt Stöckle das. (jsw)