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Feuer

Ermittlungen nach Brand in Unterkunft dauern an

Hemmingen. Der Brand in der Flüchtlingsunterkunft in der Hemminger Patronatstraße am Dienstagabend hat die Feuerwehr zwar nur relativ kurz gefordert – die Polizei dafür umso länger. Denn noch ist unklar, warum gegen 18 Uhr ein Feuer in einem der Zimmer im Obergeschoss ausgebrochen war, die Ermittler waren auch am Mittwoch noch vor Ort. „Eine Einwirkung von außen schließen wir als Ursache aus“, sagte ein Polizeisprecher. Nach ersten Erkenntnissen ging man von einem technischen Defekt aus, auch weil der Bewohner mehrere Tage nicht in seinem Zimmer war.

Mit ihm hatte die für die Unterbringung zuständige Gemeinde aber bereits am Dienstagabend telefonisch Kontakt, so Bürgermeister Thomas Schäfer. Dessen Zimmer gilt – im Gegensatz zu den anderen – derzeit als nicht mehr bewohnbar. Sobald die Polizei den Raum freigegeben habe, müsse man auch schauen, welche Gegenstände noch zu retten seien und was genau saniert werden müsse – die Polizei schätzt den Schaden aktuell auf 10000 Euro.

„Das musste jetzt nicht sein“, so Schäfer auch angesichts dessen, dass es im Nachbarhaus Ende Mai 2018 schon einen größeren Brand gegeben hatte. Ursache damals war laut Polizei ein Defekt und eine Überlastung aufgrund vieler eingesteckter Geräte wie Kühlschränke und nicht mehr neuester Leitungen. Dieses Gebäude sei aber ungleich älter als das etwa fünf, sechs Jahre alte, in dem es nun brannte, so Schäfer. (jsw)