Die beiden 37- und 39-Jährigen wurden laut Pressemitteilung im Münchner Stadtteil Ramersdorf-Perlach festgenommen. Sie werden verdächtigt, bundesweit an einer Vielzahl von Trickdiebstahlstaten beteiligt gewesen zu sein.
Als Telekommitarbeiter ausgegeben
Gemeinsam mit weiteren Tatverdächtigen sollen sie seit Mitte 2025 vermutlich bundesweit gezielt ältere Personen bestohlen haben, unter anderem im Oktober 2025 in Ludwigsburg und Ditzingen. Sie sollen sich regelmäßig als Mitarbeiter eines Telekommunikationsunternehmens (Telekom) ausgegeben und Störungen der Telefonleitungen vorgetäuscht haben. In zwei Fällen dürften die Tatverdächtigen vorgegeben haben, als Angestellte der Stadtwerke Überprüfungen in den Wohnungen ausführen zu müssen. Die Seniorinnen und Senioren baten die Männer, die sich für ihre Taten explizit seriös gekleidet und auch vermeintliche technische Geräte mitgeführt haben sollen, herein. Aus den Wohnungen sollen die Männer dann insbesondere Bargeld und Schmuck in etwa sechsstelligem Gesamtwert gestohlen haben.
Umfangreiche Ermittlungen
Umfangreiche Ermittlungen brachten die Kriminalpolizei auf die Spur der Tatverdächtigen. Die 37 und 39 Jahre alten Tatverdächtigen mit kosovarischer und deutscher Staatsangehörigkeit konnten am 2. Juli 2026 in Ramersdorf-Perlach auf frischer Tat ertappt und vorläufig festgenommen werden, so Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Mitteilung. Im weiteren Verlauf beantragte die Staatsanwaltschaft Stuttgart einen Haftbefehl wegen schweren Bandendiebstahls gegen die Festgenommenen, worauf sie am 3. Juli einem Haftrichter beim Amtsgericht Stuttgart vorgeführt wurden. Dieser erließ Haftbefehle und wies beide Tatverdächtige in Justizvollzugsanstalten ein. Bei Durchsuchungen in Rheinland-Pfalz wurden Beweismittel sichergestellt, die nun ausgewertet werden. Die Ermittlungen, auch zu weiteren Taten und Mittätern, dauern an. Den Tatverdächtigen wird derzeit eine Vielzahl von Taten in Baden-Württemberg, München und Mainz zur Last gelegt. (red)
