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Feuerwehreinsatz am Donnerstag auf A81
Fehlalarm von Thermoscanner verursacht Lastwagen-Stau vor Engelbergtunnel am Morgen

Keine Durchfahrt mehr in Richtung Engelbergtunnel hieß es am Donnerstag gegen halb sechs.
Keine Durchfahrt mehr in Richtung Engelbergtunnel hieß es am Donnerstag gegen halb sechs. Foto: Andreas Rometsch
Eine besondere Anlage soll Brandunglücke im Tunnel verhindern – ihre Versetzung scheint ihr aber nicht gut bekommen zu sein. Und es gab weitere Probleme.

Gerlingen/Leonberg. Seit April 2021 war auf der Leonberger Seite des Engelbergtunnels eine Thermoscan-Anlage für Gefahrgut-Lkw installiert, die am Mittwoch auf den Parkplatz Engelberg bei Gerlingen versetzt wurde. Seitdem müssen alle besagten Lastwagen dort ausfahren, um kontrollieren zu lassen, ob sie oder ihre Ladung eine kritische Temperatur aufweisen. Ist das der Fall, werden die Fahrzeuge gestoppt – so auch am Donnerstagmorgen gegen halb sechs, die erste Auslösung des Thermoscanners.

Im Rücken des Fotografen staute es sich bis auf die A 81 zurück.
Im Rücken des Fotografen staute es sich bis auf die A81 zurück. Foto: Andreas Rometsch

In der Folge alarmierte die Integrierte Leitstelle Ludwigsburg die Freiwillige Feuerwehr Ditzingen. Doch die kam nicht so schnell an den Einsatzort wie geplant: Da der betroffene Lkw am Beginn des Parkplatzes durch eine rote Ampel gestoppt wurde, staute sich der nachfolgende Verkehr bis zurück auf die Autobahn, eine Zufahrt, insbesondere für Großfahrzeuge, war nicht mehr möglich, heißt es im Einsatzbericht.

Die Feuerwehr kontrollierte dann mit eigenem Gerät die Temperatur am Lkw.
Die Feuerwehr kontrollierte dann mit eigenem Gerät die Temperatur am Lkw. Foto: Andreas Rometsch

Die Feuerwehr musste daher sowohl „entgegen“ der Fahrtrichtung von der Ausfahrt her in den Parkplatz einfahren, als auch über einen angrenzenden Feldweg und die dortige Notzufahrt. „Beides stellt ein erhebliches Risiko sowohl für die Einsatzfahrzeuge als auch die zivilen Verkehrsteilnehmer dar“, so das Urteil. Ein Risiko, welches gar nicht nötig war – denn die „menschliche“ Kontrolle des mit Braunkohlestaub beladenen Lkw ergab keine Auffälligkeiten.

Und war wohl auch keine einmalige Sache – schon kurz nach der Installation des Scanners auf der Leonberger Seite hatte die dortige Feuerwehr einen Fehlalarm verzeichnet.