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Feuerwehr befreit eingeklemmten Fahrer

Es ist mitten im Berufsverkehr, als ein 44 Jahre alter Lastwagenfahrer am Dienstagmorgen auf der A 81 bei Möglingen in Richtung Stuttgart unterwegs ist. Vor ihm fährt ein 26-jähriger Mann in einem Tanklastzug, der sein Fahrzeug gegen 9.25 Uhr abbremst, weil er einen Stau ausmacht. Nach Angaben der Polizei ist der Abstand des älteren Lastwagenfahrers zu gering. Er kann nicht mehr rechtzeitig bremsen, versucht zwar noch nach rechts auf den Standstreifen auszuweichen – doch den Aufprall auf den Tanklastzug kann der Fahrer nicht mehr verhindern.

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Für diesen Lastwagenfahrer endet die Tour am Dienstagmorgen neben der A 81. Er kommt später schwer verletzt in ein Krankenhaus. Foto: Oliver Bürkle
Ludwigsburg. Der Lastwagen kommt mit seinem Anhänger nach rechts von der Fahrbahn in den Grünstreifen ab. Der Fahrer wird in seinem Führerhaus eingeklemmt und schwer verletzt. Umherfliegende Trümmerteile beschädigen darüber hinaus den Mercedes einer 62-Jährigen, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.

Daraufhin rückt ein Großaufgebot von Rettungskräften und der Polizei auf die A 81 bei Möglingen aus. Schon bald geben die ersten Einsatzkräfte vor Ort mit Blick auf den Tanklastzug Entwarnung – das Fahrzeug ist nicht beladen. Die Feuerwehren aus Möglingen, Asperg und Ludwigsburg befreien schließlich den 44 Jahre alten Lastwagenfahrer aus seinem Führerhaus, er wird mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Während der Unfallaufnahme ist am Dienstagmorgen lediglich der linke Fahrstreifen für den Verkehr frei. Dies führt laut Polizei zu einem Stau von etwa sechs Kilometern Länge. Gegen 10.25 Uhr heben die Einsatzkräfte die Sperrung des mittleren Fahrstreifens auf, worauf der Verkehr langsam abfließt. Beide LKW müssen mit einem Kran geborgen werden. Der Schaden liegt bei mehr als 55 000 Euro, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Erst um kurz vor 16 Uhr sind die Abschlepparbeiten fertig und die gesamte Fahrbahn wieder frei.

Während des Einsatzes überprüft die Polizei auch die Rettungsgasse und stellt Verstöße fest. Einige Verkehrsteilnehmer erwartet nun eine Anzeige. (red)