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Schwerer Unfall

Flüchtiger Todesfahrer stellt sich am Nachmittag

Bei einem folgenschweren Verkehrsunfall auf der Landesstraße zwischen Bietigheim und Sachsenheim wurde in der Nacht zum Sonntag kurz vor Großsachsenheim ein 21-jähriger Fußgänger getötet. Drei weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Der Autofahrer flüchtete zunächst, stellte sich aber gestern Nachmittag.

Die Unfallstelle an der Landesstraße bei Sachsenheim.Foto: Alfred Drossel
Die Unfallstelle an der Landesstraße bei Sachsenheim. Foto: Alfred Drossel

Sachsenheim. Die vier Fußgänger – zwei Frauen im Alter von 26 und 22 Jahren und zwei Männer im Alter von 21 und 27 Jahren – waren gegen 2.10 Uhr am rechten Fahrbahnrand der Landesstraße in Richtung Sachsenheim unterwegs. Sie kamen von einer Tankstelle. Zwischen der Tankstelle und der Abzweigung nach Großsachenheim, auf Höhe des Gewerbegebiets Holderbüschle, wurden die Fußgänger von einem zunächst unbekannten Autofahrer von hinten erfasst. Der 21-Jährige wurde dabei durch die Luft gegen den Metallzaun an einem Firmengelände geschleudert. Er zog sich tödliche Verletzungen zu. Die beiden Frauen und der Mann wurden verletzt und mussten in Krankenhäuser gebracht werden.

Fahrzeugtyp war schnell klar

Der Unfallverursacher flüchtete zunächst. Die Polizei hatte deshalb unmittelbar nach dem Unfall umfangreiche Fahndungsmaßnahmen eingeleitet, an denen auch der Polizeihubschrauber beteiligt war. Die Beamten blieben jedoch bis zum frühen Morgen ohne Erfolg. In die Ermittlungen war noch in der Nacht ein Sachverständiger einbezogen worden.

An der Unfallstelle stellte die Polizei mehrere Fahrzeugteile sicher, die schließlich eindeutig einem metallicschwarzen Ford C-Max der Baureihe 2007 bis 2010 zugeordnet werden konnten. Aufgrund der gesicherten Spuren und der vorgefundenen Teile wusste die Polizei außerdem, dass das Fahrzeug des Unfallflüchtigen vorne rechts und an der Beifahrerseite beschädigt worden sein musste – und machte dies auch bekannt. So war der rechte Außenspiegel des C-Max komplett abgerissen worden.

Nachmittags meldete sich der Todesfahrer dann freiwillig bei der Polizei und wurde von Beamten in der Dienststelle der Verkehrspolizeidirektion Ludwigsburg (in Stuttgart) vernommen. Es handelt sich um einen 42-jährigen Mann aus dem Landkreis. Sein Führerschein und der Ford C-Max wurden von der Polizei einbehalten.

Personen, die den Unfall gesehen haben, werden gebeten, sich bei der Verkehrspolizeidirektion des Polizeipräsidiums Ludwigsburg, Telefon (07 11) 6 86 90, oder bei einer anderen Dienststelle zu melden.

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