Ludwigsburg. Zu einem Brand in der Reichenberger Straße musste die Ludwigsburger Feuerwehr am Dienstag um 17.37 Uhr ausrücken. Wie die Feuerwehr mitteilte, brannte beim Eintreffen der Einsatzkräfte der Rollladenkasten einer Wohnung im Hochparterre eines Mehrfamilienhauses. Das Feuer hatte bereits auf die Dämmung des Rollladenkastens übergegriffen, und die betroffene Wohnung war bereits verraucht, hieß es weiter. Offenbar hatte jemand versucht, ein Wespennest durch Feuer zu vernichten.
Person im Rollstuhl aus Gebäude geholt
Parallel zur Brandbekämpfung seien die weiteren Wohnungen des Gebäudes vorsorglich geräumt worden. Demnach musste auch eine Person im Rollstuhl aus dem Gebäude gebracht werden.
Um den Wasserschaden in der betroffenen Wohnung so gering wie möglich zu halten, sei ein Kohlenstoffdioxidlöscher eingesetzt worden. Auch eine Drehleiter war demnach im Einsatz.
Mithilfe einer Wärmebildkamera sei der betroffene Bereich auf verbliebene Glutnester hin kontrolliert worden. Hierfür seien Teile der Wärmedämmung sowie die Dämmung des Rollladenkastens geöffnet und entfernt worden.
Abbrennen von Wespennestern verboten
Die Feuerwehr war rund zwei Stunden mit fünf Fahrzeugen und 31 Kräften im Einsatz. Laut Mitteilung befanden sich zeitweise zwei Atemschutztrupps gleichzeitig im Einsatz. Ebenfalls vor Ort waren demnach Kräfte des Polizeireviers Ludwigsburg sowie der Rettungsdienst.
Die Feuerwehr Ludwigsburg weist ausdrücklich darauf hin, dass das Abbrennen von Wespennestern verboten ist und erhebliche Brandgefahren birgt. Zudem stehen Wespen unter Schutz. Wespennester sollten ausschließlich durch fachkundige Stellen entfernt oder umgesetzt werden. Weitere Informationen hierzu stelle das zuständige Landratsamt auf seiner Internetseite zur Verfügung.
