Bietigheim-Bissingen. Wie die Staatsanwaltschaft Heilbronn und das Polizeipräsidium Ludwigsburg jetzt mitteilten, befindet sich ein 27 Jahre alter Mann seit vergangenem Donnerstag in Untersuchungshaft, da er verdächtigt wird, an einem gewerbs- und bandenmäßigen Betrug im Bereich Schockanrufe beteiligt gewesen zu sein.
So gehen die Täter vor
Ein 89 Jahre alter Mann aus Bietigheim-Bissingen war tags zuvor telefonisch von einer vermeintlichen Kriminalbeamtin kontaktiert worden, die dem Senior glaubhaft machen konnte, dass seine Tochter einen schweren Unfall verursacht habe. Um eine Untersuchungshaft abwenden zu können, sei die Zahlung einer Kaution notwendig. Der 89-Jährige ging auf die Forderungen ein, worauf ihm mitgeteilt wurde, dass das Geld, das als Barkaution dienen solle, am Nachmittag bei ihm abgeholt werde. Kurz nach 15 Uhr tauchte der 27-jährige Tatverdächtige bei dem alten Mann auf und nahm einen fünfstelligen Bargeldbetrag in Empfang.
Von der Polizei geschnappt
Unmittelbar danach wurde er allerdings von zwischenzeitlich alarmierten Einsatzkräften der Kriminalpolizei an seinem Auto vorläufig festgenommen. Das ergaunerte Geld wurde sichergestellt.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn wurde der ungarische Staatsangehörige am Donnerstagnachmittag einem Haftrichter beim Amtsgericht Heilbronn vorgeführt. Der erließ einen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs und wies den 27-Jährigen in eine Justizvollzugsanstalt ein. (red)
