Tamm. Weil beim Polizeiposten Tamm am Donnerstag gegen 13.45 Uhr die Meldung einging, dass eine mit einer Schusswaffe bewaffnete Person die Realschule betreten habe, löste die Polizei Amokalarm aus. Aus dem gesamten Bereich des Präsidiums Ludwigsburg rückten Beamte mit rund 30 Fahrzeugen sowie das DRK an. Im Gebäude der Realschule und der benachbarten Gustav-Sieber-Schule waren noch mehrere Schulklassen.

Die Polizei sperrte den gesamten Bereich ab. Beamte durchsuchten die Schulgebäude. Vor der Schule versammelten sich in der Zwischenzeit mehr als hundert besorgte Eltern. Sie wurden nach der Durchsuchung von der Polizei über Lautsprecher informiert.
Polizei begleitet Schüler aus dem Gebäude
Nach dem großen Schrecken kam die Entwarnung: Es konnte keine verdächtige Person gefunden werden. Erst als das klar war, konnten Schüler und Lehrkräfte unter Polizeibegleitung die Schule verlassen. Die Kinder wurden ihren Eltern übergeben, die Grundschüler auf dem Gelände dar nahen katholischen Kirche und die Realschüler in der Sporthalle. Der Polizeieinsatz war gegen 15.30 Uhr beendet. Verletzt wurde niemand. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an. Nach Angaben der Polizei weiß sie, wer der Anrufer war.
Unmittelbar nach Bekanntwerden der mutmaßlichen Gefahrenlage hatte die Polizei darum gebeten, den Bereich zu meiden, um ein Verkehrschaos zu verhindern. Die Straßen rund um die Schulen waren dennoch hoffnungslos verstopft, weil die Eltern mit ihren Autos ankamen. Im Frühjahr hatte es an der Realschule schon einmal einen Alarm gegeben.

