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Rauchwolke kommt aus dem Kohlekraftwerk

Die Rauchwolke, die Björn Lindauer aus Walheim fotografisch eingefangen hat, stammt vom Kohlekraftwerk Heilbronn und nicht vom Kernkraftwerk Neckarwestheim.
Die Rauchwolke, die Björn Lindauer aus Walheim fotografisch eingefangen hat, stammt vom Kohlekraftwerk Heilbronn und nicht vom Kernkraftwerk Neckarwestheim.

Walheim/Heilbronn. Im Kohlekraftwerk in Heilbronn und nicht im Kernkraftwerk Neckarwestheim, hat es am Samstagnachmittag gebrannt. „In den sozialen Medien kursierte eine Falschmeldung“, teilte ein Unternehmenssprecher der EnBW Energie Baden-Württemberg auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Heilbronn meldeten mehrere Anrufer bei Polizei und Feuerwehr eine große, schwarze Rauchwolke über dem Bereich des Kohlekraftwerkes in Heilbronn. Nach den ersten Ermittlungen zu Folge war es nach Revisionsarbeiten an einer Abgasreinigungsanlage zu einem plötzlich ausbrechenden Brand gekommen. Ein 35-jähriger Arbeiter, der als Wache abgestellt war, wollte verhindern, dass die Flammen sich ausbreiteten. Er erlitt hierbei schwere Brandverletzungen. Um den Mann zu retten, eilten Kollegen zu Hilfe. Sie konnten die Flammen aber ebenfalls nicht eindämmen.

Die Feuerwehr Heilbronn rückte mit starken Kräften zur Brandstelle vor. 105 Feuerwehrleute waren mit 18 Fahrzeugen im Einsatz. Der Brand wurde um 18.30 Uhr unter Kontrolle gebracht, vor Ort blieb eine Brandwache. Durch den Brand entwich schwarzer dicker Qualm aus dem Schornstein des Kraftwerkes. Der verletzte 35-jährige Arbeiter wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

Der Brand sei am Samstag vermutlich in Zusammenhang mit Revisionsarbeiten an der Rauchgasentschwefelungsanlage – gegen 14.40 Uhr – entstanden, ergänzte der EnBW-Sprecher. Die Untersuchungen dazu seien aber noch nicht abgeschlossen. Die Feuerwehr habe vor Ort Messungen vorgenommen: Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht.

Den Schaden geben Polizei und Kraftwerksbetreiber mit rund einer Million Euro an. (bis)