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Geht die Anschlagserie weiter?
Wieder Gegenstände im Gleis auf S-Bahnlinie S4 beim Favoritepark

Erneut war der S-Bahn-Verkehr auf der Linie zwischen Ludwigsburg und Marbach eingestellt. Symbolfoto: Alfred Drossel
Erneut war der S-Bahn-Verkehr auf der Linie zwischen Ludwigsburg und Marbach eingestellt. Symbol Foto: Alfred Drossel
Im Oktober hatte es an vielen Abenden hintereinander Meldungen über Gegenstände im Gleis gegeben, der Betrieb der S4 wurde kurzzeitig eingestellt, die Polizei sprach auch von Anschlägen. Nun gab es wieder einen Vorfall.

Ludwigsburg/Freiberg. Es waren nur drei Sätze am Freitagabend auf dem Kurzmitteilungsdienst X, früher Twitter: „Aktuell kein S-Bahnverkehr zwischen #Freiberg und #Ludwigsburg möglich wegen Gegenständen im Gleisbereich. #S4 verkehrt momentan nur zwischen #Backnang und #Freiberg sowie zwischen #Ludwigsburg und #Schwabstrasse. Update folgt.“ Das kam dann knapp zwei Stunden später, der – nicht näher bezeichnete – Gegenstand sei entfernt worden und die S4 könne wieder regulär verkehren. Am Sonntagmorgen konkretisierte die Bundespolizei dann den Vorfall: Im Gleis lag ein E-Scooter, der Lokführer, der mit der S4 gerade aus Ludwigsburg kam, erkannte ihn aber rechtzeitig, leitete eine Schnellbremsung ein und es gab keine Berührung. Beamte hätten den Roller dann aus dem Gleisbett geholt und Spuren gesichert. Insgesamt seien fünf S-Bahnen betroffen gewesen, die Verspätungen hätten sich mit insgesamt 90 Minuten aber in Grenzen gehalten, so ein Sprecher auf LKZ-Anfrage.

Das Ganze erinnert an die Serie, die am 5. Oktober begonnen und Triebfahrzeugführer, Pendler und die Polizei in Atem gehalten hatten. Insgesamt acht Vorfälle wurden bis zum 17. Oktober registriert, mal lag ein E-Scooter auf der Strecke, mal ein E-Bike, mal eine Holzplatte, zuletzt wurde ein Stein auf eine vorbeifahrende S-Bahn geworfen. Was aber immer gleich war: Betroffen war der Streckenabschnitt zwischen dem Favoritepark und Freiberg. Und immer geschah es am Abend, wenn es dunkel war. Verletzt wurde nie jemand, wohl aber mussten etliche Passagiere teils über eine Stunde ausharren, bis sie weiterkamen, ein Zug konnte auch nicht mehr weiterfahren.

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Die Bundespolizei hatte gegenüber der LKZ schon nach einem Wochenende mit gehäuften Vorfällen versichert, den Abschnitt verstärkt zu kontrollieren, weiter ging die Serie dennoch, bis zum 17. Oktober. Und nun eben, möglicherweise durch den oder dieselben Täter, schon wieder.