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24-Stunden-Schwimmen

1766 Kilometer an nur einem Tag

Das Dutzend ist voll: Zum zwölften Mal fand von Samstag- bis Sonntagmittag in Freiberg das 24-Stunden-Schwimmen statt, das der Schwimmverein mit zahlreichen Helfern auf die Beine gestellt hat.

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279 Frauen, Männer und Kinder nahmen am 24-Stunden-Schwimmen in Freiberg teil. Foto: Ramona Theiss

Freiberg. Wasserratten waren im wahrsten Sinne des Wortes in ihrem Element und konnten ohne Beschränkungen durch Öffnungszeiten so viele Bahnen schwimmen, wie sie wollten und wie es die eigene Kondition hergab. „Es ist eine Bereicherung für das Stadtbad“, lobte Bürgermeister Dirk Schaible, der Schirmherr der Veranstaltung, bei der Eröffnung. Er freute sich, viele „Wiederholungstäter“ zu sehen, dies zeige die Beliebtheit des 24-Stunden-Schwimmens, dessen Organisation einen großen Aufwand für den Verein darstelle.

Vereinsvorsitzender Stefan Dahl erklärte, dass man mit zwölf Jahren Erfahrung die Organisation ruhig angehen könne und das sei richtig schön. Wie Schaible freute er sich, unter den Teilnehmern auch viele bekannte Gesichter zu entdecken, die zum Teil auch lange Anfahrtswege in Kauf nahmen. Sogar aus Bayern waren fünf Schwimmer angereist. Das wertete Dahl als Zeichen, dass sich die Schwimmveranstaltung etabliert habe.

Zum Auftakt sprangen Dirk Schaible, Stefan Dahl und Schwimmmeister Attila Hercsuth ins Wasser. Als sie eine Bahn zurückgelegt hatten, erklärte Franziska Nitzsche, im Verein zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, das 24-Stunden Schwimmen für eröffnet und gab damit das Wasser auch für die anderen Teilnehmer frei. Unter ihnen war erstmals auch Schaibles siebenjährige Tochter Tara. Als Stefan Dahl hörte, dass sie noch kein Seepferdchen-Abzeichen hatte, ermunterte er das Mädchen zu zwei Bahnen ohne Stopp und nahm die Prüfung ab. „Das war das erste Mal, dass beim 24-Stunden-Schwimmen ein Kind das Seepferdchen gemacht hat“, freute sich der Vereinsvorsitzende über die Premiere.

Insgesamt nahmen 279 Frauen, Männer und Kinder am 24-Stunden-Schwimmen teil. „Ich finde es schön, was für eine Gemeinschaft im Laufe der Jahre entstanden ist“, freute sich Franziska Nitsche. Über das Internetportal Facebook tausche man sich vorab aus. „Organisatorisch ist es mittlerweile ein Selbstläufer, aber natürlich trotzdem viel Arbeit. Doch unsere Belohnung sind die vielen zufriedenen Gesichter“, so die engagierte Pressereferentin. Viele der rund 100 Helfer seien ganz selbstverständlich jedes Jahr mit von der Partie, was natürlich die Einweisung ungemein erleichtere.

Konzentration mussten die Bahn-Zähler aufbringen, die wieder jede Menge zu tun hatten. Insgesamt legten die Schwimmer rund 1766 Kilometer zurück und damit 117 Kilometer mehr als im Vorjahr, obwohl die Teilnehmerzahl um drei Dutzend geringer war. „In den vergangenen Jahren waren es bisher nie mehr als durchschnittlich 5,5 Kilometer“, erzählte Nitsche. Die meisten Kilometer kamen tagsüber zusammen, doch auch nachts brachten es buchstäblich unermüdliche Wasserratten auf knapp 400 Kilometer. Wie bereits in den Vorjahren lockte der Schwimmverein als besonderen Anreiz für wasserbegeisterte Nachteulen wieder mit Nachtpokal, Aquajogging- und Pyjamapokal. Bei der Siegerehrung am Ende stellten die Verantwortlichen fest, dass gleich mehrere Teilnehmer ihren Vorjahrestitel erfolgreich verteidigt hatten.